Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Hamm, Westfalen, Silber Leuchter Paar Ende 18. Jahrhundert

Leuchterpaar, Silber, Hamm Ende 18. Jahrhundert, Meister Kuehl

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Art.Nr. 1101
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Hamm, Westfalen, Silber Leuchter Paar Ende 18. Jahrhundert

Paar Tafelleuchter
Hamm, Ende 18. Jh. Friedrich Christoph Daniel Kuehl.
Profilierter Rundfuss mit Perlzier, zu konisch geweitetem kanneliertem Schaft mit Tuchgehaenge ansteigend. Vasentuelle mit Perlrand.
Kleines Allianzwappen von Torck und von Plettenberg graviert. Stadtmarke Hamm (Schachbrettmarke) [Nr.419 variante], Zeptermarke (Wardeinszeichen), leicht verschlagen [429 c ], Meistermarke: FK kursiv Friedrich Ch. D. Kuehl (1795 ca.1796) [Scheffler Rheinland-Westfalen. S.253, Nr.9, Nr.442, Foto Abb 117.]
Masse: Hoehe 24 cm. Gewicht 261 bzw. 270 gr.
Literatur: Altes Silber aus der Stadt Hamm. Ausstellung Gustav-Luebcke-Museum Hamm 1969, Nr.18
Zustand gut, schoene Farbe

Der Silberfeingehalt auf in Deutschland ausgeführten Silberobjekten wurde bis 1868 in Lot(h) angegeben. Üblich waren Arbeiten aus 12 Lot = 750/1000 und 13 Lot = 812,5/1000. Da die Städte den Mindestfeingehalt festlegten, garantierten so die jeweiligen Stadtmarken für den Feingehalt, im Norden überwiegend 12 Lot und im Süden überwiegend 13 Lot. Sehr betuchte Auftraggeber wie Mitglieder des Hofes oder Adels ließen sich hingegen auch Stücke mit einem Feingehalt von 14 Lot = 875/1000 oder gar 15 Lot = 937,4/1000 anfertigen. Ab 1868 werden ebenso die Feingehaltsmarken 750 und 800 eingeführt, ab 1888 gilt ein Mindestfeingehalt von 800/1000 wie auch die Stempelung mit Halbmond und Krone für Silberwaren des deutschen Reiches. Diese Silberstempel gelten bis heute.

Weiterführende Literatur: Rudolf-Alexander Schütte, Die Silberkammer der Landgrafen von Hessen-Kassel. Bestandskatalog der Goldschmiedearbeiten des 15. bis 18. Jahrhunderts in den Staatlichen Museen Kassel
Literatur: Klaus Pechstein, Schätze deutscher Goldschmiedekunst von 1500 bis 1920 aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg
Literatur Reiner Neuhaus und Ekkehard Schmidberger: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit
Literatur Ernst-Ludwig Richter : Altes Silber imitiert kopiert gefälscht
Literatur Baumstark, Reinhold, Helmut Seling und Lorenz Seelig: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. Hirmer Verlag, München 1994
Literatur Manfred Meinz: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler u. Liebhaber. 2. Auflage. Gütersloh 1987.
Karl Hernmarck: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450-1830, München 1978.
Literatur Helmut Seling: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529 – 1868. Meister Marken Werke, München 2007.
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.

Bayerisches Nationalmuseum, Archiv zur Augsburger Goldschmiedekunst

Hamm, Westfalen, Silber Leuchter Paar Ende 18. Jahrhundert

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