Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Deutscher Silber Becher 1649, Erinnerungsbecher, Barock

Deutscher Barock Silber Becher 1649, Erinnerungsbecher, löthiges Silber, florale Gravur, teilvergoldet

1.680,00
Art.Nr. 4087-1
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Deutscher Silber Becher 1649, Erinnerungsbecher, Barock

Barockes Silber: Deutscher Becher von 1649
German 17th Century Silver Beaker
Silber, teilvergoldet, punzieert und geätzt
graviert mit umlaufenden Blumenranken
datiert am oberen / lippen Rand: Anno 1649
lötiges Silber, Silber Loth, Altes Deutsches Silber 17. Jahrhundert
Becher, Trinkbecher, Taufbecher, Silberbecher, Barock, 17.Jh.
Of flared cylindrical form, the body with flowers and foliage, band at rim engraved Anno 1649. Height 3 3/4 inches (9.5 cm), approximately 3 ounces
Höhe 9,7 cm, Durchmesser oben 7,8 cm
Zustand: sehr guter Originalzustand, Gebrauchsspuren

Der Silberfeingehalt auf in Deutschland ausgeführten Silberobjekten wurde bis 1868 in Lot(h) angegeben. Üblich waren Arbeiten aus 12 Lot = 750/1000 und 13 Lot = 812,5/1000. Da die Städte den Mindestfeingehalt festlegten, garantierten so die jeweiligen Stadtmarken für den Feingehalt, im Norden überwiegend 12 Lot und im Süden überwiegend 13 Lot. Sehr betuchte Auftraggeber wie Mitglieder des Hofes oder Adels ließen sich hingegen auch Stücke mit einem Feingehalt von 14 Lot = 875/1000 oder gar 15 Lot = 937,4/1000 anfertigen. Ab 1868 werden ebenso die Feingehaltsmarken 750 und 800 eingeführt, ab 1888 gilt ein Mindestfeingehalt von 800/1000 wie auch die Stempelung mit Halbmond und Krone für Silberwaren des deutschen Reiches. Diese Silberstempel gelten bis heute.

Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.

Weiterführende Literatur:
Literatur: Hernmarck, Karl: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450–1830. München: C.H. Beck, 1978.
Literatur: Seling, Helmut: Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529–1868. 3 Bde. München: C.H. Beck, 1980.
Literatur: Sundrabs, Jürgen: Silberschmiedekunst in Norddeutschland. Bestände und Merkzeichen. Hamburg: Museum für Kunst und Gewerbe, 1982.
Literatur: Richter, Ernst-Ludwig: Altes Silber — imitiert, kopiert, gefälscht. 1983.
Literatur: Tardy: International Hallmarks on Silver. Paris: Tardy, 1985.
Literatur: Schliemann, Erich: Die Goldschmiede Hamburgs. 3 Bde. Hamburg: Selbstverlag, 1985.
Literatur: Meinz, Manfred: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler und Liebhaber. 2. Aufl. Gütersloh: Keyser, 1987.
Literatur: Sänger, Reinhard W.: Das deutsche Silber-Besteck. Biedermeier, Historismus, Jugendstil 1805–1918. Stuttgart: Arnoldsche Art Publishers, 1991.
Literatur: Hessische Hausstiftung (Hrsg.): Silber auf Reisen. Ausstellungskatalog Museum Schloss Fasanerie. Eichenzell bei Fulda, 1991–1992.
Literatur: Baumstark, Reinhold / Seling, Helmut / Seelig, Lorenz: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. München: Hirmer, 1994.
Literatur: Neuhaus, Reiner / Schmidberger, Ekkehard: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit. Eurasburg: Edition Minerva, 1998.
Literatur: Seling, Helmut: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529–1868. Meister, Marken, Werke. München: C.H. Beck, 2007.
Literatur: Koeppe, Wolfram: Extravagant Inventions. The Princely Furniture of the Roentgens. New York: Metropolitan Museum of Art, 2012.
Literatur: SILBER AUF REISEN; Ausstellungskatalog 1991-1992 der Hessischen Hausstiftung Museum Schloß Fasanerie in Eichenzell bei Fulda
Literatur: Viktor von Reitzner: “Alt Wien”. Lexikon für Österreichische und Süddeutsche Kunst und Kunstgewerbe. Edelmetalle. Wien 1952.
Literatur: Alfred Rohrwasser: Österreichs Punzen. Edelmetall-Punzierung in Österreich von 1524 bis 1987. 2. Auflage. Perchtoldsdorf 1987.

Deutscher Silber Becher 1649, Erinnerungsbecher, Barock

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