Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Jugendstil Vase Loetz-Witwe Austria ca. 1900

Jugendstil Glas Vase Entwurf und Ausführung Johann Loetz Witwe Klostermühle ca. 1900

1.950,00
Art.Nr. 4517-1
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Jugendstil Vase Loetz-Witwe Austria ca. 1900

Jugendstil Irisierende Glasvase – Johann Loetz Witwe, Klostermühle, Österreich um 1900

Feine irisierende Jugendstil-Glasvase aus der bedeutenden Kunstglasmanufaktur Johann Loetz Witwe in Klostermühle, Böhmen, entstanden um 1900. Die schlichte und zugleich elegante Form verbindet sich mit der charakteristischen metallisch schimmernden Oberfläche zu einem eindrucksvollen Beispiel jener Glasinnovationen, die Loetz um die Jahrhundertwende international berühmt machten. Aufgrund ihrer ausgewogenen Proportionen, der qualitätvollen Irisierung und ihres sehr guten Erhaltungszustandes zählt diese Vase zu den gesuchten Arbeiten des österreichisch-böhmischen Jugendstils.

Die Vase überzeugt durch ihre harmonische Formgebung und die lebendig changierende Oberfläche, deren Farbwirkung je nach Lichteinfall zwischen metallischen Silber-, Gold- und zarten Violettnuancen variiert. Gerade die Verbindung einer zurückhaltenden Form mit der technisch anspruchsvollen Irisierung gehört zu den charakteristischen Gestaltungsprinzipien der Loetz-Produktion um 1900. Die Lichtreflexe erzeugen eine außergewöhnliche Tiefenwirkung und verleihen dem Glas jene schimmernde Präsenz, die zu den herausragenden Merkmalen der europäischen Jugendstil-Glaskunst zählt.

Um die Jahrhundertwende entwickelte sich Johann Loetz Witwe zu einer der bedeutendsten Kunstglasmanufakturen Europas. Unter der Leitung von Max Ritter von Spaun entstanden innovative Gläser, die technische Experimentierfreude mit höchstem künstlerischem Anspruch verbanden. Besonders die irisierenden Dekore begründeten den internationalen Erfolg der Manufaktur und wurden auf den großen Weltausstellungen mit höchsten Auszeichnungen geehrt. Die Gläser von Loetz gelten heute als zentrale Werke der europäischen Jugendstilbewegung und stehen kunsthistorisch auf einer Ebene mit den bedeutendsten internationalen Glasproduktionen ihrer Zeit.

Die Loetz-Werkstätten arbeiteten mit führenden Künstlern und Gestaltern der Wiener Moderne zusammen, darunter Josef Hoffmann, Koloman Moser, Otto Prutscher und Franz Hofstötter. In dieser kreativen Verbindung von böhmischer Glaskunst und Wiener Secession entstanden einige der innovativsten Glasobjekte des frühen 20. Jahrhunderts. Charakteristisch ist die Verbindung organischer Formgebung mit technisch hochentwickelten Oberflächen, die den Übergang vom Historismus zur modernen Gestaltung eindrucksvoll dokumentieren.

Arbeiten von Johann Loetz Witwe befinden sich heute in bedeutenden internationalen Museums- und Kunstglassammlungen, darunter das Leopold Museum Wien, das Glasmuseum Passau, das Museum Kunstpalast Düsseldorf sowie zahlreiche Sammlungen zur Wiener Moderne und zum europäischen Jugendstil. Die irisierenden Vasen der Jahre um 1900 zählen zu den wichtigsten Leistungen der böhmischen Kunstglasproduktion. (Leopold Museum Online Sammlung)

Entwurf und Ausführung: Johann Loetz Witwe, Klostermühle, Österreich-Böhmen, um 1900
Material: Irisierendes Kunstglas
Technik: Mundgeblasen und veredelt
Höhe: 13,3 cm
Zustand: Sehr guter Originalzustand.

Literatur: Ricke, Ploil, Lötz, Band 1, Werkmonographie, S. 261, Nr. 319; Ricke, Ploil, Band 2, Katalog der Musterschnitte.

Weiterführende Glas-Fachliteratur
Literatur: Yves Delaborde, Le Verre, Art and Design – XIXe – XXIe Siècles
Seite 53. Christian, Désiré
Seite 72. DAUM (verreries de Nancy) (Seite 74. Kürbisvase, Seite 75. Vase mit Wein und Applizierten Schnecken, Seite 76. Pfauenfederlampe)
Seite 86. Décorchemont, Francois 1880-1971
Seite 120. Gallé, Émile (1846-1904)
Seite 210. Meisenthal, Verrerie
Seite 304. Walter, Amalric (1870-1959), Verrier
Le verre à L´Ètranger, Seite 312. Peter Behrens
Seite 316. Lobmeyr, Verrerie
Seite 317. Loetz, Verrerie
Seite 320. Val Saint-Lambert, Verreie
Seite 321. Velde, Henry van de (Belgique, 1863 – Suisse, 1957)
Seite 325. Tiffany, Verreie et éditeur
Seite 326. Zynsky, Toots (*1951), Verrerier

Sammlung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Deutschland – Sammlung Barlach Heuer, Decor
Sammlung, Szépmüvészeti Museum, Budapest – Museum of Applied Arts – Kunstgewerbe Museum, Budapest, Ungarn, Vase

Glas, Vasen von Johann Lötz Witwe in der Sammlung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Deutschland

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Jugendstil Vase Loetz-Witwe Austria ca. 1900

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