Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Jensen, Jorgen

Jorgen Jensen [Kopenhagen 1895 – 1966], dänischer Silberschmied. Als zweitgeborener Sohn von Georg Arthur Jensen folgte er seinem Vater und wurde ebenfalls Silberschmied. 1914 lernte er bei dem Müncher Goldschmied Leonhard Ebert, danach studierte er an der Städtischen Kunstgewerbeschule München. Nach Kopenhagen zurückgekehrt arbeitete er in der Firma seines Vaters, bis er 1923 seine eigene Werkstatt in Stockholm eröffnete. 1936 bis 1962 arbeitete er erneut als Designer für die Georg Jensen Silberschmiede. (Jensen, Jorgen)