Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Königliche Porzellanmanufaktur Berlin KPM

Zu Beginn des 20 Jahrhunderts steht die KPM ganz unter dem Einfluss Theodor Schmuz-Baudiss, der bereits 1900 auf der Pariser Weltausstellung  Aufsehen erregte, 1904 von der KPM verpflichtet und 1908 zu deren künstlerischem Direktor berufen wurde. Im gleichen Jahr beginnt Adolf Amberg mit seinen Entwürfen für den weltberühmten Hochzeitszug.

Mit der Pensionierung Schmuz-Baudiss 1925 kamen Nicola Moufang und Günther von Pechmann als künstlerische Direktoren der KPM zum Zug. Die Ziele waren klar gesteckt: “Pflege der Tradition und ihre Neubelebung in zeitgenössischer Erschließung neuer Anwendungsgebiete für das Porzellan.” (Jarchow, Margarete: Berliner Porzellan im 20. Jahrhundert. Hamburg / Berlin 1988, S. 37) Als Moufang 1929 von Günther von Pechmann in seinem Amt abgelöst wurde, rief dieser noch im gleichen Jahr die Arbeitsgemeinschaft der KPM mit der Staatlichen Kunstgewerbeschule Halle – Burg Giebichenstein ins Leben, die sich als zutiefst befruchtend herausstellte; Marguerite Friedlaender entwarf ebenfalls schon 1929 das Kaffee-/Teeservice ”Halle” für die KPM. Bis in die 50er Jahre wurde die Manufaktur neben den schon genannten maßgeblich geprägt durch Entwürfe von Ernst Böhm, Trude Petri, Sigrid von Unruh, Gerhard Marcks, Sigmund Schütz, Hubert Griemert etc.
Im Zuge der Zerstörung des KPM Werkes im Zweiten Weltkrieg musste die Produktion der KPM von 1943-54 nach Selb ausgelagert werden, bis der Neubau der Manufaktur abgeschlossen war.