Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

6 Barock Silber Dessertgabeln Bautzen ca 1760

Set von 6 Barock Silber Dessertgabeln, Silber 12 Loth, Bautzen ca. 1760, Meistermarke EGB für Ernst Gottlob Borns

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Art.Nr. 5422-1
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6 Barock Silber Dessertgabeln Bautzen ca 1760

Set von 6 Barock Silber Dessertgabeln
Lötiges Silber, Silber 12 Loth
Bautzen ca. 1760, Silber 12 Lot(h) = 750/1000, Silber 750
Meistermarke EGB für Ernst Gottlob Borns [Goldschmied, Tag der Verpflichtung 31.1.1760], Beschau Bautzen, Silber 12 Loth
Maße: Länge 17,5 cm, Gewicht zusammen 261 g. – 1 Inch = 2,54 cm –
Zustand: guter Originalzustand, verso monogrammiert L.v.O.

Eine Rokoko Silber Kaffeekanne des Goldschmieds Ernst Gottlob Borns befindet sich in der Sammlung des MET Museums, New York: https://www.metmuseum.org/art/collection/search/208859

Der Silberfeingehalt auf in Deutschland ausgeführten Silberobjekten wurde bis 1868 in Lot(h) angegeben. Üblich waren Arbeiten aus 12 Lot = 750/1000 und 13 Lot = 812,5/1000. Da die Städte den Mindestfeingehalt festlegten, garantierten so die jeweiligen Stadtmarken für den Feingehalt, im Norden überwiegend 12 Lot und im Süden überwiegend 13 Lot. Sehr betuchte Auftraggeber wie Mitglieder des Hofes oder Adels ließen sich hingegen auch Stücke mit einem Feingehalt von 14 Lot = 875/1000 oder gar 15 Lot = 937,4/1000 anfertigen. Ab 1868 werden ebenso die Feingehaltsmarken 750 und 800 eingeführt, ab 1888 gilt ein Mindestfeingehalt von 800/1000 wie auch die Stempelung mit Halbmond und Krone für Silberwaren des deutschen Reiches. Diese Silberstempel gelten bis heute.

Literatur — Deutsches Silber 1650–1850, chronologisch, Gesamtliste
Literatur: Czichak, Ernst: Schlesische Goldschmiedekunst. Breslau: Woywod, 1901.
Literatur: Hintze, Erwin: Die Breslauer Goldschmiede. Eine archivalische Studie Breslau: Priebatsch, 1906.
Literatur: Jackson, Charles James: An Illustrated History of English Plate, Ecclesiastical and Secular. 2 Bde. London: Country Life / B.T. Batsford, 1911.
Literatur: Jackson, Charles James: English Goldsmiths and Their Marks. London: Macmillan, 1921 (2. Aufl.).
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. 4 Bde. Frankfurt am Main: Frankfurter Verlags-Anstalt, 1922–1928.
Literatur: Sponsel, Jean Louis: Das Grüne Gewölbe zu Dresden. 4 Bde. Leipzig: Karl W. Hiersemann, 1925–1932.
Literatur: Hintze, Erwin: Schlesische Goldschmiede. Breslau: Priebatsch, 1928.
Literatur: Richter, Ernst-Ludwig: Altes Silber — imitiert, kopiert, gefälscht. 1983.
Literatur: Seling, Helmut (Hrsg.): Jugendstil. Der Weg ins 20. Jahrhundert. Heidelberg / München: Keyser, 1959.
Literatur: Oman, Charles: German Silver. London: HMSO / Victoria and Albert Museum, 1963.
Literatur: Brunner, Herbert: Alte Tafelsilber. Ein Handbuch für Sammler und Liebhaber. München: Bruckmann, 1964.
Literatur: Neuhaus, Gerhard: Silber. Arbeiten deutscher Goldschmiede des 17. und 18. Jahrhunderts. München: Klinkhardt & Biermann, 1964.
Literatur: Scheffler, Wolfgang: Goldschmiede Niedersachsens. Daten, Werke, Zeichen. 2 Bde. Berlin: de Gruyter, 1965.
Literatur: Bott, Gerhard (Hrsg.): Kunsthandwerk um 1900. Jugendstil, Art Nouveau, Modern Style, Nieuwe Kunst. Darmstadt: Hessisches Landesmuseum, 1965.
Literatur: Steingraber, Erich (Hrsg.): Alte Goldschmiedekunst. München: Bruckmann, 1966.
Literatur: Grünwald, Michael: Augsburger Silber des 17. und 18. Jahrhunderts. Augsburg: Städtische Kunstsammlungen, 1968.
Literatur: Claasen, Hermann: Goldschmiedekunst. Ein Überblick über die Geschichte der Edelmetallkunst. Düsseldorf: Werner, 1968.
Literatur: Kohlhaussen, Heinrich: Nürnberger Goldschmiedekunst des Mittelalters und der Dürerzeit 1240–1540. Berlin: Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, 1968.
Literatur: Brunner, Herbert: Schatzkammer der Residenz München. München: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, 1970.
Literatur: Grimme, Ernst Günther: Goldschmiedekunst im Mittelalter. Form und Bedeutung des Reliquiars von 800 bis 1500. Köln: DuMont, 1972.
Literatur: Scheffler, Wolfgang: Goldschmiede Rheinland-Westfalens. Daten, Werke, Zeichen. 2 Bde. Berlin / New York: de Gruyter, 1973.
Literatur: Leistikow, Dankwart: Deutsche Goldschmiedekunst des Mittelalters und der Neuzeit. Berlin: Kunstverlag, 1975.
Literatur: Scheffler, Wolfgang: Goldschmiede Hessens. Daten, Werke, Zeichen. Berlin / New York: de Gruyter, 1976.
Literatur: Hayward, J.F.: Virtuoso Goldsmiths and the Triumph of Mannerism 1540–1620. London: Sotheby Parke Bernet, 1976.
Literatur: Hernmarck, Carl: The Art of the European Silversmith 1430–1830. 2 Bde. London: Sotheby Parke Bernet, 1977.
Literatur: Meta Patas: 400 Jahre Gold – und Silberschmiedekunst in Düsseldorf Ausstellung vom 8.11 bis 2.12 1977 SW: Goldschmiedekunst Silberschmiedekunst Düsseldorf
Literatur: Hernmarck, Karl: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450–1830. München: C.H. Beck, 1978.
Literatur: Seling, Helmut: Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529–1868. 3 Bde. München: C.H. Beck, 1980.
Literatur: Sundrabs, Jürgen: Silberschmiedekunst in Norddeutschland. Bestände und Merkzeichen. Hamburg: Museum für Kunst und Gewerbe, 1982.
Literatur: Richter, Ernst-Ludwig: Altes Silber — imitiert, kopiert, gefälscht. 1983.
Literatur: Tardy: International Hallmarks on Silver. Paris: Tardy, 1985.
Literatur: Schliemann, Erich: Die Goldschmiede Hamburgs. 3 Bde. Hamburg: Selbstverlag, 1985.
Literatur: Meinz, Manfred: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler und Liebhaber. 2. Aufl. Gütersloh: Keyser, 1987.
Literatur: Sänger, Reinhard W.: Das deutsche Silber-Besteck. Biedermeier, Historismus, Jugendstil 1805–1918. Stuttgart: Arnoldsche Art Publishers, 1991.
Literatur: Hessische Hausstiftung (Hrsg.): Silber auf Reisen. Ausstellungskatalog Museum Schloss Fasanerie. Eichenzell bei Fulda, 1991–1992.
Literatur: Bemmann, Hildegund: Rheinisches Tafelsilber. Silbernes Prunk- und Tafelgerät des nördlichen Rheinlandes von 1550-1800. Rheinbach-Merzbach 1992.
Literatur: Baumstark, Reinhold / Seling, Helmut / Seelig, Lorenz: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. München: Hirmer, 1994.
Literatur: Neuhaus, Reiner / Schmidberger, Ekkehard: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit. Eurasburg: Edition Minerva, 1998.
Literatur: Irmscher, Günter: Das Kölner Goldschmiedehandwerk 1550-1800. Eine Sozial- und Werkgeschichte. Regensburg 2005.
Literatur: Seling, Helmut: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529–1868. Meister, Marken, Werke. München: C.H. Beck, 2007.
Literatur: Koeppe, Wolfram: Extravagant Inventions. The Princely Furniture of the Roentgens. New York: Metropolitan Museum of Art, 2012.

6 Barock Silber Dessertgabeln Bautzen ca 1760

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