Augsburg 1700 Silber Rubinglas Weinbrandschale,
zweihenklige Rubin Glas Weinbrandschale, vergoldete Silberfassung
Silber, vergoldet, gegossen, getrieben, ausgesägt und gelötet
Meister: TOBIAS BAUR, Augsburg ca. 1700
„Das Wissen um die rotfärbende Eigenschaft von kleinsten Mengen Gold bestand bereits in der Antike, doch erst in den 1680er Jahren gelang es dem Alchemisten Johannes Kunckel (um 1630 bis 1703),
[Johannes Kunckel, auch Kunkel geschrieben, war ein deutscher Alchimist und erfolgreicher Glasmacher. Vom Schwedenkönig Karl XI. wurde er unter Namenserweiterung zu Johann Kunckel von Löwenstern geadelt.]
damit transluzides dauerhaft rotes Glas zu erzeugen und es seriell herzustellen. Nach ihm auch Kunckelglas genannt, löste das luxuriöse Goldrubinglas eine ungeheure Anziehung auf die Zeitgenossen aus.
In der Stuttgarter Kunstkammer haben sich seit 1792 über 30 Stücke dieser kostbaren Goldrubingläser erhalten. Viele Gefäße sind dabei Bestandteil einer mehrteiligen Garnitur.“
Literatur: Helmut Seling: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529 – 1868. Meister Marken Werke, München 2007. Bd. III
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.
Literatur: Hans Wiswe: Die Branntweinkaltschale. Studien um ein Speisebrauchtum. In: Beiträge zur Deutschen Volks- und Altertumskunde. Nr. 8, 1964. Hamburger Museumsverein, Hamburg, S. 61–86.
Der Silberfeingehalt auf in Deutschland ausgeführten Silberobjekten wurde bis 1868 in Lot(h) angegeben. Üblich waren Arbeiten aus 12 Lot = 750/1000 und 13 Lot = 812,5/1000. Da die Städte den Mindestfeingehalt festlegten, garantierten so die jeweiligen Stadtmarken für den Feingehalt, im Norden überwiegend 12 Lot und im Süden überwiegend 13 Lot. Sehr betuchte Auftraggeber wie Mitglieder des Hofes oder Adels ließen sich hingegen auch Stücke mit einem Feingehalt von 14 Lot = 875/1000 oder gar 15 Lot = 937,4/1000 anfertigen. Ab 1868 werden ebenso die Feingehaltsmarken 750 und 800 eingeführt, ab 1888 gilt ein Mindestfeingehalt von 800/1000 wie auch die Stempelung mit Halbmond und Krone für Silberwaren des deutschen Reiches. Diese Silberstempel gelten bis heute.
Weiterführende Literatur:
Literatur: Reiner Neuhaus und Ekkehard Schmidberger: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit
Literatur: Ernst-Ludwig Richter : Altes Silber imitiert kopiert gefälscht
Literatur: Baumstark, Reinhold, Helmut Seling und Lorenz Seelig: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. Hirmer Verlag, München 1994
Literatur: Manfred Meinz: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler u. Liebhaber. 2. Auflage. Gütersloh 1987.
Literatur: Karl Hernmarck: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450-1830, München 1978.
Literatur: Helmut Seling: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529 – 1868. Meister Marken Werke, München 2007.
Literatur: Germanisches Nationalmuseum (HG.): Nürnberger Goldschmiedekunst 1541-1868. 2 Bände. Nürnberg 2007.
Literatur: Schliemann, Erich: DIE GOLDSCHMIEDE HAMBURGS. Band I, II und III., Verlag: Verlag Schliemann & Cie, Erscheinungsdatum: 1985
Literatur: SILBER AUF REISEN; Ausstellungskatalog 1991-1992 der Hessischen Hausstiftung Museum Schloß Fasanerie in Eichenzell bei Fulda
Béla Takács. Ötvösművek a Debreceni Református Kollégium múzeumában. Budapest, 1988.
Lajos Zoltai. Ötvösök és ötvösművek Debrecenben: Adalékok a debreceni ötvösség történetéhez. Debrecen, 1937.
Éva Nyulásziné Straub. Öt évszázad címerei: A Magyar Országos Levéltár címereslevelein. Budapest, 1987.
From the Heart of Europe: Art Treasures of Hungary, 896–1896. Exh. cat. Royal Museum of Scotland, Edinburgh. [Hungary], 1992.
János Kapossy. Magyarországi ötvösök a XVIII–XIX. században / Hungarian Goldsmiths of the XVIIIth and XIXth Centuries. Budapest, 1934.
Hungarian Treasure: Silver from the Nicolas M. Salgo Collection. At The Met Fifth Avenue. April 6–October 25, 2015
Bayerisches Nationalmuseum, Archiv zur Augsburger Goldschmiedekunst
Tobias Baur was specialized in mounted silver work. There are exemples in various materials, hardstosne, enamel, porcelain and ruby glass has been recorded.
He was born ca.1660 and is the son of Mattheaus Baur I. and died 1735
Silver gilt mounted ruby glass works /
pieces are recorded by Seling in several Museums / Collections like
The Rudolf Oetker Collection
The Hermitage, St. Petersburg
Iparmüvészeti Múseum, Budapest
Flasche, Flakon mit Silbermontur auch in der Sammlung: The State Hermitage Museum Sankt Petersburg, Russland
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