Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Franz Bahner Duesseldorf Modell 2900 Silber Besteck

Düsseldorfer Jugendstil Silberbesteck, Modell-Nr.2900

150,00
Art.Nr. 1175-2
Denes-Szy Logo 3 Artikel vorhanden

Franz Bahner Duesseldorf Modell 2900 Silber Besteck,
Duesseldorfer Jugendstil Silberbesteck, Besteck, Tafelbesteck
Muster: Modell Nr.: 2900,
Entwurf: Werksentwurf um 1900 (Peitschenmuster, Tulpenmuster)
Ausführung: Franz Bahner AG, Silberwarenfabrik, Duesseldorf, Deutschland
Silber 800
Verschiedenste Besteckteile vorhanden: Tafelmesser, Tafelgabel, Tafellöffel, Dessertmesser, Dessertgabel, Dessertlöffel, Teelöffel, Kaffeelöffel, Obstgabel, Obstmesser, Buttermesser, Käsemesser, Austerngabeln etc., diverse Vorlegebestecke…
Zustand: sehr gut, Preis für normale Bestecke pro Stück Euro 150,-

Historie:
VSF, Vereinigte Silberwarenfabriken AG Düsseldorf – gegründet 1899 von zwei von 5 Söhnen des Anton (Anton Franz Hubert) Bahner: Anton Bahner jun. und Wilhelm Bahner.
Zwei weitere Söhne hatten eigene andere Betriebe, Silberwarenfabriken: Franz Bahner in Düsseldorf und Louis Bahner in Berlin.

Preisangaben Silberbestecke:
Aus der Literatur: Silberwaren-Fabrik Franz Bahner 1895-1962 „Echt silberne Bestecke nach künstlerischen Entwürfen“. Falk Möller, 2021.
„Preisangaben bei Silberbestecken… „Um den Verkaufspreis für ein Silberbesteck zu ermittlen, wurden die Muster in Gewichtsgruppen (600 g., 700 g., 800 g., 900 g. und 1000 g.) sowie in drei Preisgruppen eingeteilt, die den Fasson- bzw. Arbeitspreis für die Herstellung des Musters beinhaltete. Hinzu kamen Kosten für Gravuren und Vergoldungen. Die Gewichtsangabe der Gewichtsgruppe (also beispielsweise 600 g.) bezog sich auf das Gewicht von 12 Tafellöffeln des entsprechenden Modells. Diese Aufteilung der Preise wurde 1933 durch den Verband der Silberwarenfabrikaten aufgehoben. Von nun an wurde dem Kunden das Besteck zu einem Gesamtpreis angeboten.“

Literatur: Falk Moeller, Silberwaren-Fabrik Franz Bahner 1895-1962 „Echt silberne Bestecke nach künstlerischen Entwürfen“ ISBN: 9783753427362
„Silberwaren-Fabrik Franz Bahner OHG Düsseldorf, 1895 bis 1913.
Einzige Spezialität: Nur echt silberne Bestecke nach künstlerischen Entwürfen. Dies war das Motto Franz Bahners, das in vielen Werbeschriften zu lesen ist. Nach seinem Ausscheiden aus der Firma H.-J. Butzon im Jahre 1895 gründete Franz Bahner im selben Jahr die Silberwaren-Fabrik Franz Bahner OHG Düsseldorf, die sich auf Vollsilberbestecke spezialisierte. Die neu errichtete Fabrikation startete mit 25 Mitarbeitern und befand sich iin der Vollmerswerther Strasse 80-86, Düsseldorf. Ab 1904 ist Franz Bahner alleiniger Inhaber.
Die Fabrik-Marke war der Löwenkopf, und die Franz Bahner OHG entwickelte sich zu einem der führenden Unternehmen ihrer Art im Rheinland. 1905 Die Modellpalette umfasste 1905 bereits 66 unterschiedliche Muster, von denen viele in über 100 unterschiedlichen Besteckteilvarianten angeboten wurden. In seiner Preisliste legte Bahner Wert darauf, zu betonen: Zu den Obst-, Konfektbestecken etc. mit vergoldeten Stahlklingen werden nur 1.a. geschmiedete Klingen verwendet, gegossene II. Qualität wie vielfach üblich, führe ich nicht.
Die gute Qualität sollten auch Entwürfe der „Ersten Künstler“ belegen. So entwarf Peter Behrens mindestens vier Bestecke für Bahner, auch Wilhelm Heinrich Kreis und ein gewisser Prof. Hübner reihten sich in die Riege der „ersten Künstler“ ein. Teile des Modell 3 von Henry van de Velde wurden ebenfalls bei Bahner gefertigt und auch das „Kunstwart“ Besteck wurde für M.T. Wetzlar bei Bahner produziert.“

– siehe Vergleichsbesteck in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Literatur: THE PARIS SALONS 1895-1914 Volume V, Objects d´art and metalware La Maison Moderne Paris

Literatur: Reinhard W. Sänger: Das Deutsche Silber-Besteck: Biedermeier, Historismus, Jugendstil (1805-1918): Firmen, Techniken, Designer und Dekore [Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart (1991)]
Literatur: Barbara Grotkamp-Schepers, Reinhard W. Sänger: Bestecke des Jugendstils: Bestandskatalog des Deutsches Klingenmuseum Solingen [Arnoldsche (2000)] Seite 142, Nr.166;

Literatur: Jochen Amme: Historische Bestecke. Formenwandel von der Altsteinzeit bis zur Moderne [Arnoldsche (2003)]
Literatur: Klesse, MAK, Querschnitt durch Sammlungen, Köln 1989
Literatur: Sammlung Broehan, Bestandskataloge; Band IV Metallkunst, Seite 4

Franz Bahner Duesseldorf Modell 2900 Silber Besteck,
Duesseldorfer Jugendstil Silberbesteck, Besteck, Tafelbesteck
Muster: Modell Nr.: 2900,

Für Sammler von Jugendstilbestecken lohnt sich der Besuch in Solingen im: Deutsches Klingenmuseum Solingen, Jugendstilbestecke

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