Jugendstil Silber Eislöffel Bremer Lilie
Eislöffel, Kompottlöffel
Deutsches Jugendstilbesteck, Silberbesteck
Muster: Bremer Lilie, Modell-Nr. 25600
Entwurf: Hugo Leven 1900
Ausführung: Silbermanufaktur Koch und Bergfeld, Bremen, Silber 800, teilvergoldet um 1900
Punzen: Koch und Bergfeld, Halbmond, Krone, 800
Länge 14 cm – 1 Inch = 2,54 cm –
Zustand: sehr gut, teilvergoldet, graviert, OHNE Monogrammen
Literatur: Barbara Grotkamp-Schepers, Reinhard W. Saenger: Bestecke des Jugendstils. Art Nouveau Knives, Forks and Spoons. Bestandskatalog Deutsches Klingenmuseum Solingen, Leipzig 2000. Seite 158
Stichwort: Sterling Silber Tafelbesteck
PDF zu den Besteckteilen Muster Bremer Lilie aus: Carl-Wolfgang Schürmann (Hrg.): Silber aus Bremen. 150 Jahre Tafelbesteck von Koch & Bergfeld zu Bremen. Michael Wienand Verlag 1979.
Das deutsche Jugendstilbesteck „Bremer Lilie“, Modell Nr. 25600, wurde um 1900 von Hugo Leven entworfen und von der Silbermanufaktur Koch & Bergfeld in Bremen in 800er Silber gefertigt. Die Punzen Halbmond, Krone und 800 kennzeichnen deutsches Silber dieser Zeit sowie den Feingehalt.
Das Muster gehört zu den charakteristischen floralen Besteckentwürfen des deutschen Jugendstils. Gestalterisch prägend ist das stilisiert ausgeformte Lilienmotiv, das sich plastisch am Griff entwickelt. Die Form zeigt typische Merkmale des Jugendstils: fließende Linien, organische Pflanzenformen und eine lebendige, asymmetrische Ornamentik, die an natürliches Pflanzenwachstum erinnert.
Die Lilie ist ein traditionsreiches Symbol der europäischen Ornamentik. Sie steht für Eleganz, Reinheit und kultivierte Schönheit. Im Jugendstil wurde sie besonders häufig verwendet, weil ihre langen, geschwungenen Blütenformen ideal zur neuen, naturinspirierten Formensprache passten.
Das Modell Bremer Lilie verbindet diese Symbolik mit einer kräftigen, plastischen Ausarbeitung, die dem Besteck eine besonders ausdrucksstarke Erscheinung verleiht. Ornament und Funktion sind dabei ausgewogen gestaltet – ein zentrales Prinzip der Reformbewegungen im Kunstgewerbe um 1900, die Alltagsgegenstände zu künstlerisch gestalteten Objekten erhoben.
Seit über 100 Jahren zählt das Muster zu den bekannten und gesuchten Jugendstil-Besteckformen aus deutscher Produktion. Die Kombination aus künstlerischem Entwurf, hochwertiger Silberverarbeitung und charakteristischer floraler Ornamentik hat dazu geführt, dass die Bremer Lilie bis heute von Sammlern geschätzt wird.
Literatur: Sänger, Reinhard W. Das deutsche Silber-Besteck (Biedermeier – Historismus – Jugendstil 1805-1918.) Stuttgart 1991., Seite 154
Wiedergabe der Musterblätter für das gesamte in Paris ausgestellte Bestecke
Literatur: Staedtische Museen Heilbronn, Silber (aus Heilbronn) fuer die Welt (P. Bruckmann und Soehne 1805-1973)
Literatur: Grotkamp-Schepers, Barbara und Sänger, Reinhard W.: Bestecke des Jugendstils, Bestandskatalog des Deutschen Klingenmuseums Solingen. Stuttgart 2000. S.158. Abb. 200
Literatur: Marquardt, Europäisches Eßbesteck, Stuttgart 1997
Literatur: Art et Décoration, Bd.8, Paris 1900,
Literatur: Metallkunst, Silber – Kupfer – Messing – Zinn, Vom Jugenstil zur Moderne Kunst vom Jugendstil zur Moderne (1889 – 1939) / Sammlung Karl H. Bröhan, Berlin; Bd. IV., Berlin 1990,
Weiterführende
Literatur: Graham Hughes, Modern silver throughout the world 1880-1967.
Literatur: Staedtische Museen Heilbronn, Silber (aus Heilbronn) fuer die Welt (P. Bruckmann und Soehne 1805-1973)
Literatur: Jochen Amme: Historische Bestecke. Formenwandel von der Altsteinzeit bis zur Moderne [Arnoldsche (2003)]
Für Sammler von Jugendstilbestecken lohnt sich der Besuch in Solingen im: Deutsches Klingenmuseum Solingen
Jugendstil Silber Eislöffel Bremer Lilie
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