Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Jugendstil Silber Fischmesser Bremer Lilie

Fischmesser, Deutsches Jugendstilbesteck, Silberbesteck, Muster: Bremer Lilie, Modell-Nr. 25600, Entwurf: Hugo Leven 1900, Ausführung: Silbermanufaktur Koch und Bergfeld, Bremen, Silber 800

Preis auf Anfrage
Art.Nr. 5339-1
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Jugendstil Silber Fischmesser Bremer Lilie

Fischmesser
Deutsches Jugendstilbesteck, Silberbesteck
Muster: Bremer Lilie, Modell-Nr. 25600
Entwurf: Hugo Leven 1900
Ausführung: Silbermanufaktur Koch und Bergfeld, Bremen, Silber 800
Punzen: Koch und Bergfeld, Halbmond, Krone, 800
Länge 21,6 cm – 1 Inch = 2,54 cm –
Zustand: sehr gut, mit Monogramm
Literatur: Barbara Grotkamp-Schepers, Reinhard W. Saenger: Bestecke des Jugendstils. Art Nouveau Knives, Forks and Spoons. Bestandskatalog Deutsches Klingenmuseum Solingen, Leipzig 2000. Seite 158

Stichwort: Sterling Silber Tafelbesteck

PDF zu den Besteckteilen Muster Bremer Lilie aus: Carl-Wolfgang Schürmann (Hrg.): Silber aus Bremen. 150 Jahre Tafelbesteck von Koch & Bergfeld zu Bremen. Michael Wienand Verlag 1979.

Das deutsche Jugendstilbesteck „Bremer Lilie“, Modell Nr. 25600, wurde um 1900 von Hugo Leven entworfen und von der Silbermanufaktur Koch & Bergfeld in Bremen in 800er Silber gefertigt. Die Punzen Halbmond, Krone und 800 kennzeichnen deutsches Silber dieser Zeit sowie den Feingehalt.

Das Muster gehört zu den charakteristischen floralen Besteckentwürfen des deutschen Jugendstils. Gestalterisch prägend ist das stilisiert ausgeformte Lilienmotiv, das sich plastisch am Griff entwickelt. Die Form zeigt typische Merkmale des Jugendstils: fließende Linien, organische Pflanzenformen und eine lebendige, asymmetrische Ornamentik, die an natürliches Pflanzenwachstum erinnert.

Die Lilie ist ein traditionsreiches Symbol der europäischen Ornamentik. Sie steht für Eleganz, Reinheit und kultivierte Schönheit. Im Jugendstil wurde sie besonders häufig verwendet, weil ihre langen, geschwungenen Blütenformen ideal zur neuen, naturinspirierten Formensprache passten.

Das Modell Bremer Lilie verbindet diese Symbolik mit einer kräftigen, plastischen Ausarbeitung, die dem Besteck eine besonders ausdrucksstarke Erscheinung verleiht. Ornament und Funktion sind dabei ausgewogen gestaltet – ein zentrales Prinzip der Reformbewegungen im Kunstgewerbe um 1900, die Alltagsgegenstände zu künstlerisch gestalteten Objekten erhoben.

Seit über 100 Jahren zählt das Muster zu den bekannten und gesuchten Jugendstil-Besteckformen aus deutscher Produktion. Die Kombination aus künstlerischem Entwurf, hochwertiger Silberverarbeitung und charakteristischer floraler Ornamentik hat dazu geführt, dass die Bremer Lilie bis heute von Sammlern geschätzt wird.

Literatur: Pese, Claus: Nürnberger Kunsthandwerk des Jugendstils. München, 1989.
Literatur: Krekel-Aalberse, Annelies: Art Nouveau and Art Deco Silver. New York: Harry N. Abrams, 1989.
Literatur: Bröhan, Karl H. (Hrsg.): Metallkunst. Silber, Kupfer, Messing, Zinn. Vom Jugendstil zur Moderne (1889–1939). Bestandskatalog Sammlung Bröhan, Bd. IV. Berlin: Bröhan-Museum, 1990.
Literatur: Sänger, Reinhard W.: Das Deutsche Silber-Besteck: Biedermeier, Historismus, Jugendstil (1805–1918). Firmen, Techniken, Designer und Dekore. Stuttgart: Arnoldsche Art Publishers, 1991.
Literatur: Institut Mathildenhöhe (Hrsg.): Künstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt 1899–1914. Darmstadt, 1999 (2. Aufl. 2007). ISBN 3-9804553-6-X.
Literatur: Grotkamp-Schepers, Barbara / Sänger, Reinhard W.: Bestecke des Jugendstils. Bestandskatalog Deutsches Klingenmuseum Solingen. Leipzig: Arnoldsche, 2000.
Literatur: Kerssenbrock-Krosigk, Dedo von / Kanowski, Claudia: Metallkunst der Moderne. Bröhan-Museum. Landesmuseum für Jugendstil, Art Déco und Funktionalismus (1889–1939). Bestandskatalog Bd. VI. Berlin: Bröhan-Museum, 2001.
Literatur: Städtische Museen Heilbronn (Hrsg.): Silber (aus Heilbronn) für die Welt. P. Bruckmann und Söhne 1805–1973. Heilbronn, 2002.
Literatur: Jochen Amme: Historische Bestecke. Formenwandel von der Altsteinzeit bis zur Moderne [Arnoldsche (2003)]
Literatur: Föhl, Thomas / Neumann, Antje (Hrsg.): Henry van de Velde. Raumkunst und Kunsthandwerk / Interior Design and Decorative Arts. Ein Werkverzeichnis in sechs Bänden / A Catalogue Raisonné in Six Volumes. Band I: Metallkunst / Volume I: Metalwork. Leipzig: E. A. Seemann, 2009.
Literatur: Wilkens, Manja: Jugendstil in Silber. Heinrich Vogeler und die Bremer Silberwarenmanufaktur Martin Heinrich Wilkens & Söhne. Bremen, 2010.
Literatur: Koch, Michael / Eikelmann, Renate (Hrsg.): Meisterwerke des Jugendstils im Bayerischen Nationalmuseum München. Stuttgart: Arnoldsche Art Publishers, 2010.
Literatur: Föhl, Thomas / Neumann, Antje (Hrsg.): Henry van de Velde. Raumkunst und Kunsthandwerk / Interior Design and Decorative Arts. Ein Werkverzeichnis in sechs Bänden / A Catalogue Raisonné in Six Volumes. Band III: Keramik / Volume III: Ceramics. Leipzig: E. A. Seemann, 2016.
Literatur: Moeller, Falk: Silberwaren-Fabrik Franz Bahner 1895–1962. „Echt silberne Bestecke nach künstlerischen Entwürfen“. 2021. ISBN 9783753427362.
Literatur: Klassik Stiftung Weimar / Maybach, Bea / Schwarz, Manuel (Bearb.): Henry van de Velde. Werkverzeichnis Online / Catalogue Raisonné Online. www.wvz-henryvandevelde.de, 2022–2025 (laufend).

Für Sammler von Jugendstilbestecken lohnt sich der Besuch in Solingen im: Deutsches Klingenmuseum Solingen

Jugendstil Silber Fischmesser Bremer Lilie

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