Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

klassizistische Silber Helmkanne, Schleswig um 1780

klassizistische Silber Helmkanne, Schleswig um 1780, Anton Carl & Friedrich Johann Severin (1754 1836, 1849), Schleswig um 1780, Silber 12 Lot

6.200,00
Art.Nr. 1142
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klassizistische Silber Helmkanne, Schleswig um 1780

Klassizismus Silber Herlmkanne
Meisterzeichen: FJS ACS fuer Anton Carl & Friedrich Johann Severin (1754 1836, 1849), Schleswig um 1780, Silber 12 Lot
Maße: Höhe 21,5 cm, Gewicht 468 g.
– 1 Inch ( Zoll) = 2,54 Zentimeter
Literatur: Bernt Zeitzschel, Die Gold- und Silberschmiede im oestlichen Schleswig-Holstein, Seite 311
Zustand: gut, leichte Gebrauchsspuren

Der Silberfeingehalt auf in Deutschland ausgeführten Silberobjekten wurde bis 1868 in Lot(h) angegeben. Üblich waren Arbeiten aus 12 Lot = 750/1000 und 13 Lot = 812,5/1000. Da die Städte den Mindestfeingehalt festlegten, garantierten so die jeweiligen Stadtmarken für den Feingehalt, im Norden überwiegend 12 Lot und im Süden überwiegend 13 Lot. Sehr betuchte Auftraggeber wie Mitglieder des Hofes oder Adels ließen sich hingegen auch Stücke mit einem Feingehalt von 14 Lot = 875/1000 oder gar 15 Lot = 937,4/1000 anfertigen. Ab 1868 werden ebenso die Feingehaltsmarken 750 und 800 eingeführt, ab 1888 gilt ein Mindestfeingehalt von 800/1000 wie auch die Stempelung mit Halbmond und Krone für Silberwaren des deutschen Reiches. Diese Silberstempel gelten bis heute.

Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.

Weiterführende Literratur:
Literatur: Hernmarck, Karl: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450–1830. München: C.H. Beck, 1978.
Literatur: Seling, Helmut: Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529–1868. 3 Bde. München: C.H. Beck, 1980.
Literatur: Sundrabs, Jürgen: Silberschmiedekunst in Norddeutschland. Bestände und Merkzeichen. Hamburg: Museum für Kunst und Gewerbe, 1982.
Literatur: Richter, Ernst-Ludwig: Altes Silber — imitiert, kopiert, gefälscht. 1983.
Literatur: Tardy: International Hallmarks on Silver. Paris: Tardy, 1985.
Literatur: Schliemann, Erich: Die Goldschmiede Hamburgs. 3 Bde. Hamburg: Selbstverlag, 1985.
Literatur: Meinz, Manfred: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler und Liebhaber. 2. Aufl. Gütersloh: Keyser, 1987.
Literatur: Sänger, Reinhard W.: Das deutsche Silber-Besteck. Biedermeier, Historismus, Jugendstil 1805–1918. Stuttgart: Arnoldsche Art Publishers, 1991.
Literatur: Hessische Hausstiftung (Hrsg.): Silber auf Reisen. Ausstellungskatalog Museum Schloss Fasanerie. Eichenzell bei Fulda, 1991–1992.
Literatur: Baumstark, Reinhold / Seling, Helmut / Seelig, Lorenz: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. München: Hirmer, 1994.
Literatur: Neuhaus, Reiner / Schmidberger, Ekkehard: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit. Eurasburg: Edition Minerva, 1998.
Literatur: Seling, Helmut: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529–1868. Meister, Marken, Werke. München: C.H. Beck, 2007.
Literatur: Koeppe, Wolfram: Extravagant Inventions. The Princely Furniture of the Roentgens. New York: Metropolitan Museum of Art, 2012.

Literatur: Irmscher, Günter: Das Kölner Goldschmiedehandwerk 1550-1800. Eine Sozial- und Werkgeschichte. Regensburg 2005.
Literatur: Bemmann, Hildegund: Rheinisches Tafelsilber. Silbernes Prunk- und Tafelgerät des nördlichen Rheinlandes von 1550-1800. Rheinbach-Merzbach 1992.
Literatur: Meta Patas: 400 Jahre Gold – und Silberschmiedekunst in Düsseldorf Ausstellung vom 8.11 bis 2.12 1977 SW: Goldschmiedekunst Silberschmiedekunst Düsseldorf

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