Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Kölner Silber 13 Lot Dessertbesteck 1792-1806

Kölner Silber 13 Lot Dessertbesteck 1792-1806. Kölner Dessertbesteck, Silber 13 Loth, Dessertbesteck, Loeffel und Gabel, Muster Augsburger Faden, Koeln 1792-1806

Preis auf Anfrage
Art.Nr. 0946-1
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Kölner Silber 13 Lot Dessertbesteck 1792-1806

Kölner Dessertbesteck, Silber 13 Loth, Dessertbesteck, Loeffel und Gabel, Muster Augsburger Faden, Koeln 1792-1806

Rheinisches Siber Essbesteck, Besteck, Dessertlöffel und Dessert-Gabel, Köln ca. 1792-1806
Muster Augsburger Faden je dreimal
Meisterzeichen HIS für Herrman Joseph Simon
[geboren 1759 in Köln, Bürger und Meister 1782, gold und silberarbeiter 1822, gestorben 1830 Köln]
Stadtmarke für Köln um 1792-1806

Silber 13 Loth
Länge 16,4 cm bzw. 17,5 cm
Zustand: sehr guter originaler Zustand, kein Monogramm.

Der Silberfeingehalt auf in Deutschland ausgeführten Silberobjekten wurde bis 1868 in Lot(h) angegeben. Üblich waren Arbeiten aus 12 Lot = 750/1000 und 13 Lot = 812,5/1000. Da die Städte den Mindestfeingehalt festlegten, garantierten so die jeweiligen Stadtmarken für den Feingehalt, im Norden überwiegend 12 Lot und im Süden überwiegend 13 Lot. Sehr betuchte Auftraggeber wie Mitglieder des Hofes oder Adels ließen sich hingegen auch Stücke mit einem Feingehalt von 14 Lot = 875/1000 oder gar 15 Lot = 937,4/1000 anfertigen. Ab 1868 werden ebenso die Feingehaltsmarken 750 und 800 eingeführt, ab 1888 gilt ein Mindestfeingehalt von 800/1000 wie auch die Stempelung mit Halbmond und Krone für Silberwaren des deutschen Reiches. Diese Silberstempel gelten bis heute.

Literatur: Clasen, Carl-Wilhelm: Rheinische Silbermarken. Die Marken und Werke der Rheinischen Goldschmiede. CMZ Verlag Rheinbach-Merzbach 1986, No. 34 und 111
Literatur: Irmscher, Günter: Das Kölner Goldschmiedehandwerk 1550-1800. Eine Sozial- und Werkgeschichte. Regensburg 2005. Textband Seite 420. 758
Literatur: Scheffler, Wolfgang: Goldschmiede Rheinland-Westfalens: Daten, Werke, Zeichen (in 2 Bänden): Erster Halbband: Aachen – Köln, de Gruyter 1973.
Literatur: Fritz, Johann Michael, Goldschmiedearbeiten des 14.-18. Jahrhunderts im Rheinischen Landesmuseum, Bd. 164.1964: Bonner Jahrbücher
Literatur: Bemmann, Hildegund: Rheinisches Tafelsilber. Silbernes Prunk- und Tafelgerät des nördlichen Rheinlandes von 1550-1800. Rheinbach-Merzbach 1992.
Literatur: Meta Patas: 400 Jahre Gold – und Silberschmiedekunst in Düsseldorf Ausstellung vom 8.11 bis 2.12 1977 SW: Goldschmiedekunst Silberschmiedekunst Düsseldorf
Literatur: Hans Wiswe: Die Branntweinkaltschale. Studien um ein Speisebrauchtum. In: Beiträge zur Deutschen Volks- und Altertumskunde. Nr. 8, 1964. Hamburger Museumsverein, Hamburg, ISSN 0408-8220, S. 61–86.
Literatur: Kunstschätze aus dem St.-Martini-Münster zu Emmerich, bearb. v. Gerard Lemmens/Guido de Werd, Ausstellungskatalog, Emmerich 1977
Literatur: Klevisches Silber. 15.–19. Jahrhundert, bearb. v. Guido de Werd, Ausstellungskatalog Städtisches Museum Haus Koekkoek, Kleve, Kleve 1978
Literatur: Lemmens, Gerard: Die Schatzkammer Emmerich, Kleve 1983
Literatur: Schenkenschanz. „de sleutel van den hollandschen tuin“, red. v. Guido de Werd, Ausstellungskatalog Städtisches Museum Haus Koekkoek, Kleve, Kleve 1986
Literatur: De Werd, Guido: Een kelk uit 1697 door Rabanus Raab de Oudere uit Kalkar, in: Antiek, Jg. 25, Nr. 2, 1990, S. 83–88
Literatur: Rieß, Marina: Das Goldschmiedehandwerk der Frühen Neuzeit am Niederrhein – Liturgische Goldschmiedewerke im konfessionellen Spannungsfeld. (Dissertation 2021)

Weiterführende Literratur:
Literatur Reiner Neuhaus und Ekkehard Schmidberger: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit
Literatur Ernst-Ludwig Richter : Altes Silber imitiert kopiert gefälscht
Literatur Baumstark, Reinhold, Helmut Seling und Lorenz Seelig: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. Hirmer Verlag, München 1994
Literatur Manfred Meinz: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler u. Liebhaber. 2. Auflage. Gütersloh 1987.
Karl Hernmarck: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450-1830, München 1978.
Literatur Helmut Seling: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529 – 1868. Meister Marken Werke, München 2007.
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.

Bayerisches Nationalmuseum, Archiv zur Augsburger Goldschmiedekunst

Kölner Silber 13 Lot Dessertbesteck 1792-1806

Kölner Dessertbesteck, Silber 13 Loth, Dessertbesteck, Loeffel und Gabel, Muster Augsburger Faden, Koeln 1792-1806

Rheinisches Siber Essbesteck, Besteck, Dessertlöffel und Dessert-Gabel, Köln ca. 1792-1806

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