Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Meissen Porzellan Teller Roter Hofdrache Königliche Hof-Conditorei um 1740

Porzellan Speiseteller Dekor Roter Hofdrache, Königliche Porzellanmanufaktur Meissen, Meissen um 1740, Camaieu-Dekor Eisenrot, Gold gehöht

2.950,00
Art.Nr. 5186
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Meissen Porzellan Teller Roter Hofdrache Königliche Hof-Conditorei um 1740

Porzellan Speiseteller Dekor Roter Hofdrache
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Meissen, Meissen um 1740
Camaieu-Dekor in Eisenrot, Gold gehöht
Durchmesser 22,5 cm – 1 Inch = 2,54 cm –
gemarkt mit Meissener Kreuzschwertern in Unterglasurblau, Pressmarke 22 sowie purpurfarbene Inventarmarke K. H. C. der Königlichne Hof-Conditorei (Dresden)
Zustand: altersgemäß sehr gut

Der „Hofdrache“ in Eisenerot und Gold wurde 1728-29 erstmals für ein Service verwendet und war in dieser Farbe bis 1918 ausschließlich dem Sächsischen Hof vorbehalten.
Unter Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen, Sohn von August dem Starken, wurde der „Rote Drachen” zum Hofservice erklärt. Das Geschirr für die Königliche Hof-Conditorei wurde über hundert Jahre lang ergänzt und erweitert.

„Das erste Meissener Service, das für die Dresdner Hofhaltung bestimmt war und ab 1735 an die Hofkonditorei und Hofküche geliefert wurde, war der sogenannte Rote Drache. Der Dekor in Eisenrot und Gold geht auf japanische Vorbilder im Kakiemon-Stil zurück. Der Teller mit Drachen und chinesischen Glückssymbolen auf der Fahne und zwei sich umkreisenden Hôô-Vögeln im Spiegel kopiert sehr exakt ein aus Arita stammendes Original.
Die ersten Meissener Geschirre mit dem „Roten Drachen“ waren im Auftrag des Pariser Händlers Rodolphe Lemaire entstanden, der um 1730 zahlreiche Porzellane aus China und Japan in Sachsen nachahmen ließ. In Frankreich verkaufte er die Kopien mit großem Gewinn, indem er sie als ostasiatische Originale ausgab. August der Starke setzte Lemaires Handel, der seinen Interessen zuwiderlief, bereits 1731 ein Ende. Die Tatsache aber, dass sich anfänglich sogar die besten Kenner von den Meissener Kopien hatten täuschen lassen, verhalf dem sächsischen Porzellan letztlich zum Durchbruch auf dem führenden französischen Kunstmarkt. Insbesondere das in Paris besonders nachgefragte und in Meissen vielfach imitierte japanische Kakiemon wurde deshalb für August den Starken zu einem Symbol des Triumphes seiner königlichen Manufaktur.
Sicher nicht zufällig erwählte er aus den Meissener Kakiemon-Motiven just den „Roten Drachen“ für das erste Dresdner Hofservice: Aus Reiseberichten war ihm bekannt, dass der Drache in China ein Symbol der Macht und als solches allein dem Kaiser vorbehalten war. Ausgeführt wurde das Service allerdings erst nach dem Tod Augusts des Starken für seinen Sohn und Nachfolger August III. Bis zur Einführung der Demokratie im Jahr 1918 wurde der „Rote Drache“ in Meissen ausschließlich für den sächsischen Hof gefertigt.“ (Quelle: https://skd-online-collection.skd.museum/Details/Index/262031#)

Dieses Service namens „rothen und goldenen Drachen“, das 1730 für den sächsischen Hof entworfen wurde, wird in den Dresdner Inventaren ab 1733 beschrieben. Es wurde im 18., 19. und 20. Jahrhundert regelmäßig neu aufgelegt und war bis 1918 ausschließlich für den sächsischen Hof bestimmt. Es wurde nach einem japanischen Original aus den Jahren 1690-1700 kopiert.
Das Originalmodell dieses Service befindet sich in vielen europäischen Museen, darunter das Palais in Dresden (Deutschland), das Rijsksmuseum in Amsterdam (Niederlande) und das Victoria and Albert Museum (England).

Literatur: Rückert I, Nr. 305-308; Sammlung Wark, Nr. 477; Sammlung Hoffmeister I, Nr. 112; Sammlung Schneider II, Nr. 236-253

Meissen Porzellan Teller Roter Hofdrache Königliche Hof-Conditorei um 1740

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