Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Meissen Saladiere, Peitschenhieb in Gold, Henry van de Velde

HENRY VAN DE VELDE Design, Meissener Jugendstil Porzellan, Saladiere, kl. Terrine mit Deckel, Muster Peitschenhieb – WHIPLASH 1904. in GOLD

2.500,00
Art.Nr. 3015-1
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Meissen Saladiere, Peitschenhieb in Gold, Henry van de Velde,
kleine Deckelterrine.Muster „Peitschenhieb“
Entwurf: Henry van de Velde 1903/04
Ausführung: Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen, Meißen um 1905-10
Maße: Breite 28,3 cm, Tiefe 18,6 cm, Höhe insg. ca. 9,5 cm
—  1 Inch (Zoll) = 2,54 Zentimeter —
am Boden gemarkt: Knaufschwerter Marke, Modell Nr. 22, van de Velde Signet, sowie in Schreibschrift Saladiere 1

Zustand: sehr gut, erste Wahl

Dieses ist das einzige der Klassik Stiftung Weimar bekannte Exemplar einer Saladiere mit Peitschenhiebdekor in Gold
und ist im Werkband „Werkverzeichnis der kunstgewerblichen und
raumkünstlerischen Arbeiten Henry van de Veldes 1863-1957“ Keramik Band III aufgenommen und abgebildet.

Deutsche Fotothek Dresden, Terrine, eine Sauciere und ein Suppenteller

Im Artikel GOODLIFE MAGAZIN abgebildet 2025.08

Henry van de Velde – Saladiere / kleine Deckelterrine „Peitschenhieb“ in Gold, Meissen, um 1905–1910

Die Saladiere bzw. kleine Deckelterrine im Dekor „Peitschenhieb“ in Gold nach einem Entwurf von Henry van de Velde (1863–1957) gehört zu den außergewöhnlichen und seltenen Formstücken des berühmten Jugendstilservices, das van de Velde 1903/04 für die Meissener Porzellanmanufaktur entwickelte. Dieses Service zählt zu den bedeutendsten Beispielen der Reformbewegung im deutschen Kunstgewerbe um 1900 und markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen, funktional orientierten Gestaltung.

Das charakteristische „Peitschenhieb“-Motiv (Whiplash) ist eines der zentralen Gestaltungselemente des Jugendstils. Die dynamisch geschwungene Linie steht für Bewegung und organisches Wachstum und markiert zugleich die bewusste Abkehr von den historistischen Ornamentformen des 19. Jahrhunderts. In van de Veldes Entwürfen folgt das Ornament stets der Form des Gefäßes und verstärkt dessen plastische Wirkung.

Besonders bemerkenswert ist hier die Ausführung des Dekors in Gold, die gegenüber der häufiger vorkommenden kobaltblauen Variante eine besonders elegante und zurückhaltende Wirkung entfaltet. Die feinen Linien erscheinen subtil und betonen die klare, harmonische Form des Gefäßes.

Die vorliegende Saladiere mit Deckel gehört zu den seltensten Formen dieses Services. Laut dem Werkverzeichnis der Klassik Stiftung Weimar ist dieses Stück das einzige bekannte Exemplar einer Saladiere mit Peitschenhiebdekor in Gold. Damit nimmt es innerhalb der Meissener Jugendstilproduktion und innerhalb des Gesamtwerks von Henry van de Velde eine besondere Stellung ein.

Die Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen, eine der ältesten und bedeutendsten Porzellanmanufakturen Europas, öffnete sich um die Jahrhundertwende bewusst den Ideen moderner Künstler. Mit Henry van de Velde gelang es, die traditionsreiche Meissener Porzellankunst mit den Ideen der künstlerischen Reformbewegung und der frühen Moderne zu verbinden.

Objektangaben
Henry van de Velde – Saladiere / kleine Deckelterrine „Peitschenhieb“ in Gold, Entwurf 1903/04
Ausführung: Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen, um 1905–1910
Material: Porzellan mit Golddekor
Maße: Breite 28,3 cm, Tiefe 18,6 cm, Höhe ca. 9,5 cm
Marken: Meissener Knaufschwerter, Modell-Nr. 22, eingepresstes Künstlersignet van de Velde, Bezeichnung „Saladiere 1“
Zustand: sehr gut, erste Wahl

Literatur:
Werkverzeichnis der kunstgewerblichen und raumkünstlerischen Arbeiten Henry van de Veldes 1863–1957, Keramik, Band III, Klassik Stiftung Weimar.
Das Objekt ist dort aufgenommen und abgebildet.

Diese Saladiere gehört zu den seltensten bekannten Stücken des Meissener „Peitschenhieb“-Services und dokumentiert eindrucksvoll die Verbindung von Jugendstilästhetik, moderner Formgestaltung und der traditionsreichen Meissener Porzellankunst.

Literatur: Radikal schön – Jugendstil und Symbolismus: Die Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess. Katalog. Hg.: Peter Forster, Sabine Panchaud, Wiesbaden 2019:

Literatur: Föhl, Thomas und Neumann, Antje: Raumkunst und Kunsthandwerk. Henry van de Velde.
Ein Werkverzeichnis in sechs Bänden. Band III Keramik. Klassik Stiftung Weimar / E.A. Seemann Verlag 2016, Katalog Nr. III.2.1.28 auf Seite 430 ff.
Literatur: Bestandskatalog Bd. V/2 des Broehan Museums Berlin 1996
Literatur: Just, Johannes: Meissener Jugendstil / Porzellan. Leipzig 1983, Katalog Nr. 89 ff.
Literatur: Thomas Föhl und Sabine Walter, Leidenschaft Funktion und Schönheit – Henry van de Velde – und sein Beitrag zur Europäischen Moderne,
Literatur: Daenens, Lieven, Design museum Gent; History and collections (2007) Porseleinen serviesonderdelen van Henry van de Velde (1863-1957), voor Meissener Porzellanmanufaktur, 1903-1904, Seite 78. Sauciere, Brötchenteller, Eßteller in Kobalt Blau
Für Möbel: Seite 76 ff. Seiete 79. Eetkamer van padoek uit de woning De Craene-Van Mons in Brussel, van Henry van de Velde (1863-1957) ca.1898

Literatur: Jugendstil in Dresden, Aufbruch in die Moderne, Ausstellungskatalog Staatliche Kunstsammlungen Dresden 1999,
Meissener Jugendstilmuster auf der Seite:
S.238 Hentschel, Krokus 1, S.243 Hentschel Flügelmuster,
S.244 Theodeor Grust, Kleeblatt; Henry van de Velde HvdV, Peitschenhieb und R. Riemerschmid, Rispe
S.245 O.E. Voigt, Saxsonia; Hentschel, Krocus 2 und Paul Richter, Ahorn,
S.246 Heinrich Vogeler, Rosen Garnitur; Theodeor Grust, Misnia
S.247 Hentschel, Arnica; HAPAG Drachenfisch Teller

Ausstellungskatalog: Hetjens Museum Düsseldorf, Deutsches Keramikmuseum 09. Mai bis 08. August 1999;
Um 1909, Porzellan aus Berlin, Meissen und Nymphenburg, Seite 129 Abb. 131

Weiterführende Literatur: Henry van de Velde: Geschichte meines Lebens. Piper Verlag, München 1962. Online zu lesen auf der Internetpräsenz digitale Bibliotheek for de Nederlandse letteren

Artikel über Henry van de Velde anlässlich des 150. Geburtstages: http://www.szecessziosmagazin.com/magazin9/henryvandevelde150.php

Arbeiten Henry van de Veldes befinden sich in den führenden Design Museen der Welt, Oslo Norwegen; Chicago USA, Britsh Museum, London UK etc.
Schlüsselobjekte Neues Museum Weimar, Henry van de Velde, Speiseservice der Königlich-Sächsischen Porzellan-Manufaktur Meissen, ehemals Johanna und Herbert Esche, Chemnitz, 1903/1904,

Spiegel Artikel 2009: Der unbekannte Mr. Bauhaus. „Das Bauhaus prägte Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts. Jetzt wird der 90. Geburtstag von Walter Gropius‘ legendärer Kunstschule groß gefeiert. Dabei begann ihre Geschichte schon 17 Jahre früher – mit einem wenig bekannten Genie aus Belgien. „

Art Institute Chicago, Peitschenhieb Teller
Oslo (S): Kunstindustrimuseet i Oslo
Peitschenhiebteller im Museum
Meissen, Design Henry van de Velde
Eßteller, Speiseteller, Dinner Plate, 1903, Detroit Institute of Arts, USA.
The Minneapolis Institute of Art, Meissen Teller, Schale, Spieltisch (Scheidemantel, Weimar)
Siehe auch in der Sammlung Rijkmuseum, Amsterdam, Niederlande: Portret Henry van de Velde, 1906, Edvard Munch, 1906
Ebenfalls in der Sammlung des Rijksmusem Amsterdam, Niederlande zu finden: Teller –
Bord van porselein, beschilderd met zweepslag-decor in onderglazuurblauw. Het bord is gemerkt.

Ein Zimmer als Gesamtkuntwerk im Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum, Norwegen. Das Museum besitzt einen eigenen Raum, der in seiner Gesamtheit vom belgischen Architekten Henry van de Velde im Jahr 1908 entworfen worden ist.

Das Sammeln von Jugendstilkunst hat im Hessischen Landesmuseum Darmstadt eine lange Tradition. Weltruhm besitzen die Möbel Henry van de Veldes. Schreibtisch aus dem Direktionszimmer der »Revue Blanche« Ixelles bei Brüssel, 1899, Nussbaum, Leder, Messing B 257,5 cm

Stichwörter: Hector Guimard, Victor Horta, Josef Maria Olbrich, Archibald Knox, Ashbee, Inneneinrichtung, Möbel, Sitzmöbel, Stuhl, Keramik, Metallarbeiten, Silberschmuck, Porzellanservice, Silberbesteck, Sterling Silber Tafelbesteck, Josef Hoffmann, Umstätter, Koloman Moser, Wiener Werkstätte, Josef Maria Olbrich, Franz Hofstoetter Leotz Vase, Josef Urban, Julius MEIER-GRAEFE, L’Art décoratif, Paris Weltausstelung 1900, Peter Behrens, Julius Rückert Mainz, August Endell, Patriz Huber, Bernhard Pankok, Bruno Paul, Maurice Dufrene, Samuel Siegfried Bing,
Richard Riemerschmid, Heinrich Vogeler, Henry van de Velde, Gustave Serruier-Bovy, Hector Guimard, JacquesGruber, Paul Follot, Carlo Bugatti, Louis Majorelle, Emile Galle, Ecole de Nancy, Tony Selmersheim, Eduard Diot, leon Benouville, Georges de Feure, Eugene Gaillard, Francois Carabin, Peitschenhiebmuster in Kobaltblau

Meissen Saladiere, Peitschenhieb in Gold, Henry van de Velde,
kleine Deckelterrine. Muster „Peitschenhieb“

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