Neustrelitzer Kanne, Silber 12 Loth, 1790-1800
Kleine klassizistische Kaffeekanne Silber 750er, Meister Fischer, Neustrelitz 1790-1800
Neustrelitzer kleine Kaffeekanne mit losem Deckel in strenger klassizistische Form in Silber 12 Loth um 1790-1800
BZ.: Neustrelitz
Wappen von 1733: Gespalten, vorn weiblicher Arm, aus Wolke ragend, Ring mit Juwel haltend (Herrschaft Stargard), hinten schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maule, silbernen Hornern und Nasenring und Goldener Krone (Wappen des Herzogtums)
MZ.: Jacob Bernhard Fischer
Aus Neubrandenburg, wird 1782 Meister der Goldschmiedekunst in St. Petersburg (Armburger),
wird 1788 Meister des Amts in Neubrandenburg; s.d. Nr. 27. Verheiratet mit Anna Elisabeth
Engelsson.
Werke
a) Zuckerstreuer, vasenförmig. H. 21,8 cm, Lotigkeitszeichen 12 in Rechteck
b) Eßlöffel, spitze Form. Einpunktiert D. Notenberg 1830.
Maße: H. 17 cm, Gewicht 387 Gramm
Literatur: Scheffler, Wolfgang, Goldschmiede Mittel- und Nordost- Deutschlands. Von wernigerode bis Lauenburg in Pommern. Berlin 1980. Seite 229 u.231.
Der Silberfeingehalt auf in Deutschland ausgeführten Silberobjekten wurde bis 1868 in Lot(h) angegeben. Üblich waren Arbeiten aus 12 Lot = 750/1000 und 13 Lot = 812,5/1000. Da die Städte den Mindestfeingehalt festlegten, garantierten so die jeweiligen Stadtmarken für den Feingehalt, im Norden überwiegend 12 Lot und im Süden überwiegend 13 Lot. Sehr betuchte Auftraggeber wie Mitglieder des Hofes oder Adels ließen sich hingegen auch Stücke mit einem Feingehalt von 14 Lot = 875/1000 oder gar 15 Lot = 937,4/1000 anfertigen. Ab 1868 werden ebenso die Feingehaltsmarken 750 und 800 eingeführt, ab 1888 gilt ein Mindestfeingehalt von 800/1000 wie auch die Stempelung mit Halbmond und Krone für Silberwaren des deutschen Reiches. Diese Silberstempel gelten bis heute.
Weiterführende Literratur:
Literatur: Hernmarck, Karl: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450–1830. München: C.H. Beck, 1978.
Literatur: Seling, Helmut: Die Kunst der Augsburger Goldschmiede 1529–1868. 3 Bde. München: C.H. Beck, 1980.
Literatur: Sundrabs, Jürgen: Silberschmiedekunst in Norddeutschland. Bestände und Merkzeichen. Hamburg: Museum für Kunst und Gewerbe, 1982.
Literatur: Richter, Ernst-Ludwig: Altes Silber — imitiert, kopiert, gefälscht. 1983.
Literatur: Tardy: International Hallmarks on Silver. Paris: Tardy, 1985.
Literatur: Schliemann, Erich: Die Goldschmiede Hamburgs. 3 Bde. Hamburg: Selbstverlag, 1985.
Literatur: Meinz, Manfred: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler und Liebhaber. 2. Aufl. Gütersloh: Keyser, 1987.
Literatur: Sänger, Reinhard W.: Das deutsche Silber-Besteck. Biedermeier, Historismus, Jugendstil 1805–1918. Stuttgart: Arnoldsche Art Publishers, 1991.
Literatur: Hessische Hausstiftung (Hrsg.): Silber auf Reisen. Ausstellungskatalog Museum Schloss Fasanerie. Eichenzell bei Fulda, 1991–1992.
Literatur: Baumstark, Reinhold / Seling, Helmut / Seelig, Lorenz: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. München: Hirmer, 1994.
Literatur: Neuhaus, Reiner / Schmidberger, Ekkehard: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit. Eurasburg: Edition Minerva, 1998.
Literatur: Seling, Helmut: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529–1868. Meister, Marken, Werke. München: C.H. Beck, 2007.
Literatur: Koeppe, Wolfram: Extravagant Inventions. The Princely Furniture of the Roentgens. New York: Metropolitan Museum of Art, 2012.
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.
Neustrelitzer Kanne, Silber 12 Loth, 1790-1800
Kleine klassizistische Kaffeekanne Silber 750er, Meister Fischer, Neustrelitz 1790-1800
Neustrelitzer kleine Kaffeekanne mit losem Deckel in strenger klassizistische Form in Silber 12 Loth um 1790-1800.
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