OSIRIS 538 Keramik Keksdose mit Zinnmontur,
Jugendstil Henkel-Korb mit Deckel, Zinn vergoldet,
Jugendstil Keramik Keksdose Walter Scherf und Co.,
Zinn gegossen, vergoldet und Keramik.
Modellnummer: 538 (bemalt mit Beerren in rot vor gruenem Hintergrund) mit Zinnmontur, Nuernberg 1899/1900
Ausführung: Nürnberg ca.1900.
Masse: Hoehe: 17,8 cm, Durchmesser 16 cm
Gemarkt: eingeschlagen „OSIRIS“ 538
Zustand: sehr gut
Zsolnay auf der Weltausstellung(en)
- Wiener Weltausstellung 1873 – erster großer internationaler Erfolg.
- Pariser Weltausstellung 1878 und 1900 – Goldmedaillen. – Exposition Universelle – Zsolnay Ceramics. Paris 1878 / Hungarian Pavilion (Zsolnay ceramics). Paris 1900
- Millennium Exhibition – Hungarian Industry. Budapest 1896
- St. Louis World’s Fair 1904 – Präsentation der Art-Nouveau-Keramiken.
- Zsolnay Kerámia. Museum of Applied Arts, Budapest 1963
- Zsolnay Ceramics. Museum of Applied Arts, Vienna 1974
- Zsolnay Kerámia. Museum für Kunsthandwerk, Zagreb 1989
- Hungarian Ceramics from the Zsolnay Manufactory 1853–2001. Bard Graduate Center Gallery, New York 2002
- The Golden Age of Zsolnay – Gyugyi Collection. Zsolnay Cultural Quarter, Pécs 2010
- Zsolnay Porcelain Collection. ResoArt Villa, Budapest 2025
Literatur: Csiba, Monika und Stattner, Richard: Zsolnay. Masterpieces of Hungerian Art Nouveau. Elite Design Gallery, Hungary 2003.
Literatur: Csenkey, Éva und Gyugyi, Lászlo und Hárs, Éva: The golden age of Zsolnay. The Gyugyi collevtion returns to Pécs. Zsolnay heritage trust nonprofit Ltd.2010
Literatur: Romváry, Ferenc. Zsolnay Kerámia – A Pécsi Zsolnay-gyár története és művészete. Budapest: Corvina Verlag 1975
Literatur: Romváry, Ferenc. Zsolnay Kerámia 1853–1983. Ausstellungskatalog, Janus Pannonius Museum, Pécs 1983
Literatur: Romváry, Ferenc. Zsolnay – The Art Pottery of Hungary. Budapest: Corvina 1985
Literatur: Museum für Kunstgewerbe Budapest (Hrsg.): Zsolnay. Ungarische Jugendstilkeramik. Sonderausstellung des Museum für Kunstgewerbe, Budapest. Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Wien 1986.
Literatur: Romváry, Ferenc. Keramika Zsolnay. Zagreb: Muzej za umjetnost i obrt (Ausstellungskatalog) 1989
Literatur: Csenkey, Éva: Zsolnay szecessziòs kerámiák. Budapest 1992.
Literatur: Kovács, Orsolya. Historicism in Zsolnay Ceramics. In: Studien zur europäischen Keramik des 19. Jahrhunderts 1998
Literatur: Santi, Federico; Gacher, John. Zsolnay Ceramics: Collecting a Culture. Atglen: Schiffer Publishing 1998
Literatur: Csenkey, Éva; Steinert, Ágota (Hg.). Hungarian Ceramics from the Zsolnay Manufactory 1853–2001. New Haven / London: Yale University Press 2002
Literatur: Kovács, Orsolya. Historicism in Zsolnay Ceramics. In: Csenkey / Steinert (Hg.), Hungarian Ceramics from the Zsolnay Manufactory 2002
Literatur: Csiba, Monika und Stattner, Richard: Zsolnay. Masterpieces of Hungerian Art Nouveau. Elite Design Gallery, Hungary 2003.
Literatur: Hárs, Éva. The Zsolnay Factory and Hungarian Art Nouveau. Budapest: Museum of Applied Arts 2004
Literatur: Sinkó, Katalin. National Style and Ornament in Zsolnay Ceramics. Budapest 2007
Literatur: Gyugyi, László. Zsolnay: The Golden Age. Pécs: Zsolnay Heritage Management 2010
Literatur: Simon, Károly. Zsolnay Architectural Ceramics and Pyrogranite. Budapest 2013
Literatur: Gerle, János. Zsolnay and Hungarian Secession Architecture. Budapest 2016
Literatur: Pese, Claus, Jugendstil aus Nürnberg, Kunst, Handwerk, Industriekultur, Stuttgart 2007. Seite 146 (Farbvariante) und 186
Weiterführende Literatur:
Literatur: Spurensuche: Friedrich Adler zwischen Jugendstil und Art Deco, Stuttgart 1994
Literatur: Erlesenes aus Jugendstil und Art Déco, Die Sammlung Giorgio Silzer, Ausstellungskatalog Grassi Museum, Museum für Kunsthandwerk 1997
Literatur: Kwint, Jan C.G., Urania , Maastricht 1903-1910. First Dutch factory of objects of art in metal, Culemborg 2002.
Literatur: Sehnsucht nach Form – Friedrich Adler, Christian Metzger, Wolfgang von Wersin und
ihre Meisterstücke in Zinn (Regensburg, [Selbstverl.], 2003)
Literatur: KERSSENBROCK-KROSIGK, Dedo von: Metallkunst der Moderne. Bröhan-Museum. Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889-1939).
Literatur / Artikel: Büchner, Dieter, „Alles Schöne, was man so braucht“ Das historische Warenarchiv der WMF in Geislingen an der Steige. Veröffentlicht in : Denkmalpflege in Baden-Württemberg
1 | 2018. Dr. Dieter Büchner, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Dienstsitz Esslingen
Jugendstil Liebhaber, insbesondere die von Orivit Erzeugnissen, werden begeistert sein beim Besuch des Kreismuseums Zons – zwischen Köln und Düsseldorf -, welches eine bemerkenswerte Sammlung,
wenn nicht die größte in Europa, an Jugendstil-Zinn bereithält. Ein Muss!
OSIRIS 538 Keramik Keksdose mit Zinnmontur,
Jugendstil Henkel-Korb mit Deckel, Zinn vergoldet
Vergleichstücke unter anderem in der Sammlung:
Jardiniere, Blumenschale, Collection Kirkland Museum of Fine and Decorative Art, Denver, Colorado USA
Weitere Objekte, Zinn-Objekte des Herstellers Orivit Zinn-Giesserei, Ferdinand Hubert Schmitz, Köln-Ehrenfeld in der Sammlung MAK Wien – Objekte
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“Das Angebot der Firma Ferdinand Hubert Schmitz in Paris [Pariser Weltausstellung 1900] ist in der zeitgenössischen Berichterstattung am umfangreichsten dokumentiert. Der Messestand fiel auf und wurde allgemein gewürdigt und abgebildet. Dr. Max Osborn hebt die Gestaltung des Standes mit Möbeln der Kölner Firma Heinrich Pallenberg lobend hervor: “Die Austellung von Ferdinand Hubert Schmitz in Cöln zeichnet sich durch den Geschmack aus, mit dem die kostbaren Erzeugnisse dieser Firma aufgestapelt sind. Die Nische ist ein idealer kleiner Juwelierladen. Ihre Holzarchitektur läßt die Fabrikate, die Schalen und Schüsseln und Vasen, die schönen Arbeiten aus Gold und Email, ganz besonders bestechend hervortreten. Der Spiegel, dessen Holzumrahmung einzelne Glieder über die Glasscheibe entsendet, die sich dann in Tischhöhe zu einem Konsolbrett verdichten, die Wanddekoration mit dem prächtigen Zimmerbrunnen, der Tisch und der gut aufgebaute Silberschrank, das alles erscheint wie Theile eines Wohnraumes und bewirkt, dass die ausgestellten Gegenstände ganz anders zur Geltung kommen als in den, solche Gesichtspunkte meist ausser Acht lassenden, landläufigen Laden-Arrangements.””
(>>…Ein idelaer kleiner Juwelierladen<< Die Kölner Firma Orivit auf der Weltausstellung Paris 1900. von Helene Blum-Spicker. Sonderdruck aus dem Wallraf-Richartz-Jahrbuch, Band LXI, Köln 2000, S. 218-219.)
Helene Blum Spicker schreibt in Ihrem Aufsatz: Ein idealer kleiner Juwelierladen. Die Kölner Firma Orivit auf der Weltausstellung Paris 1900:
“Von der Modellnummer 2497 bis 2599 wird die weitere Zinnproduktion der Firma Orivit geprägt durch Vasen, Jardinieren, Übertöpfe, Bowlen, Weinkannen und Cakesdosen aus geschliffenem Kristallglas, geätztem oder geschnittenem Überfangglas, bemalten Fayencen oder Steingut und glasierten Keramiken und Emailgefäßen mit Metallfassungen. Ein Drittel dieser Gesamtproduktion wurde auf der Weltausstellung in Paris gezeigt. Die Spitzenstücke (Orivit 2564-2569) warben am Eingang und in der Mitte des Messestandes für die technisch-metallurgischen und gestalterischen Neuerungen, die Ferdinand Huber Schmitz in die Zinnproduktion eingeführt hatte: Die Oberflächenveredelung durch Vergolden und Versilbern und zusätzliche farbliche Gestaltung der Ornamente durch transparente und irisierende Lacke und die Betonung der Faßwaren, das heißt die Verbindung des veredelten Zinns mit Gefäßkörpern aus andere Materialien. Die Herkunft der Fayencen wird von Wagner ohne Beweisführung mit “Villeroy & Boch, Mettlach” angegeben. Lediglich das Fayenceservice (Orivit 2525 ff.) hat Zeichen, die auf Villeroy & Boch hinweisen. Nur für ein Emailgefäß (Orivit 2574, eine Vase) gibt es im Firmenkatalog von 1904 einen Hinweis auf einen Zulieferer: Echt Ungar. Email “Rapoport”. Weitere Lieferungen durch den Budapester Goldschmied Jakab Rapoport an die Firma Orivit werden durch ein Emailgefäß im Museum für Angewandte Kunst in Budapest wahrscheinlich, das in Größe und Form mit dem Übertopf (2576) in Emailausführung in deutschem Privatbesitz identisch ist.”
Das Buch, ORIVIT, Zinn des Jugendstils aus Köln erschien 1992. Es Wurde lange Zeit behauptet die Orivit Ära endet mit den Produktionsnummer #2662. dh. 1904. Dies erscheint mir aber nicht Richtig. Die Orivit AG wurde 1905 von der WMF übernommen. Dies als Folge der immensen Investitionen in die Huber-Presse, dessen Produktion, dessen allein Vertrieb, aber auch wegen der Kosten der Weltausstellung St.Louis 1904 und der missglückten Präsentation der Huber-Presse eben dort mit dem damit verbundenen Negativschlagzeilen.
Im vorher genannten Buch sind Kataloge von P 1904 aber auch P 1906 berücksichtigt mit Nachträgen von 1906/01, 1906/01 und N 06.
Natürlich sind Originale Orivit Kataloge äußerst selten. Wie ein Kürzlich aufgetauchtes Original 541-4 von 1906 zeigt, existierten bereits 1906 – statt 1904 bis #2662. – , Nummern #2700 bis #2997 ; #3020 bis #3022 ; #5001 bis #5554 ; Die Nachträge von 1906 konnten hier nicht berücksichtigt werden.
Ein Katalog von 1905 konnte bislang nicht gefunden werden.
Es erscheint für wenig Wahrscheinlich, dass die WMF innerhalb kürzester Zeit (Bis Erscheinen des Katalogs 1906) die ORIVIT Produktpalette um 300 Modelle hätte erweitern können.
Daher ist es eher wahrscheinlich und richtig, dass ein großer Teil der Objekte noch unter ORIVIT Regie entstanden sind.
Die ORIVIT Massiv Silber Reihe wurde jedoch nach der Übernahme nicht weiter fortgeführt.
OSIRIS 538 Keramik Keksdose mit Zinnmontur,
Jugendstil Henkel-Korb mit Deckel, Zinn vergoldet
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