Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Porzellan Figur Glücksdrache Gute Zeiten Hugo Meisel 1921

Art Deco Porzellan Figur Glücksdrache , Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik, Entwurf: Hugo Meisel 1921, für den Porzellan Palais Leipzig, Volkstedt 1921. Deutschland

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Porzellan Figur Glücksdrache Gute Zeiten Hugo Meisel 1921

Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik Figur Glücksdrache Gute Zeiten Porzellan Palais Leipzig, 1921

Art Deco Porzellan Figur Glücksdrache , Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik, Entwurf: Hugo Meisel 1921, für den Porzellan Palais Leipzig, Volkstedt 1921. Deutschland

Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik, Monumental-Figur der Ausstattung des Leipziger „Porzellan Palais“, das 1921 eröffnet wurde.Porzellan

Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik – „Glücksdrache (Gute Zeiten)“, Porzellan Palais Leipzig, 1921

Die Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik, gegründet 1762 in Rudolstadt, zählt zu den international etablierten Herstellern figürlicher Porzellankunst. In der frühen Moderne erreichte die Manufaktur einen künstlerischen Höhepunkt mit der Ausführung großformatiger Porzellanplastiken, die in dieser Dimension und technischen Qualität europaweit selten sind.

Mit der Ausstattung des Leipziger „Porzellan Palais“, das zur Frühjahrsmesse 1921 eröffnet wurde, entstand ein bedeutendes Ensemble der Zwischenkriegszeit. Unter der architektonischen Leitung von Hans Poelzig und Marlene Moeschke schufen Hugo Meisel und Arthur Storch eine Serie von mindestens 16 Großplastiken. Der Zyklus steht in der Tradition der Meissener Modellkunst des 18. Jahrhunderts (insbesondere Kändler), überführt diese jedoch in eine expressive, formal verdichtete Gestaltungssprache der 1920er Jahre.

Figur: Glücksdrache („Gute Zeiten“)
Entwurf: Hugo Meisel (1887–1966), um 1920/21
Ausführung: Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik, 1921
Material: Porzellan, polychrome Aufglasurmalerei
Maße: Höhe 99,3 cm; Breite ca. 52 cm; Tiefe ca. 30 cm
Signatur: geritztes Monogramm „HM“, darunter unterglasurblaues Werkstattsignet
Zustand: fachgerecht restauriert, am Sockel leicht bestoßen
Provenienz: Ausstattung des „Porzellan Palais“, Leipzig

Der „Glücksdrache“ gehört zu einer Gruppe von insgesamt fünf bekannten Drachenfiguren dieses Zyklus. Zwei Exemplare befinden sich im Hetjens-Museum Düsseldorf, weitere in internationalem Privatbesitz, darunter in Japan.

Das ursprüngliche Ensemble umfasste insgesamt 16 Figuren:

Tiger (Dog of Fo)
Höllenhund (Hellhound)
Enterich (Drake)
Fisch (Fish), Glücks Karpfen
Eichkätzchen (Squirrel/Skunk)
Fabelhirsch (Stag)
Fabeltiere von Hugo Meisel (Dogs of Fo, ein Tier mit Jungtier, ein weiteres im Kampf mit Drachen)
Waldmensch
Affe (Baboon und Monkey)
Fasan (Pheasant)
Adler mit Schlange (Eagle with Snake)
Hahn (Rooster)
Luchs (Lynx)
Gute Zeiten (Good Times)
Schlechte Zeiten (Bad Times)

Die Figur zeichnet sich durch eine dynamisch bewegte, spiralig gedrehte Körperform sowie eine präzise, detailreiche Ausarbeitung aus. Innerhalb des Ensembles verkörpert sie die allegorische Darstellung der „Guten Zeiten“ und verbindet das Motiv des Fabelwesens mit einer gesteigerten, expressiven Formensprache. In ihrer Kombination aus technischer Komplexität und künstlerischem Anspruch gehört sie zu den herausragenden Beispielen großformatiger Porzellanplastik dieser Zeit.

Vergleichsstücke befinden sich u. a. im Hetjens-Museum Düsseldorf (ständige Sammlung, Werke von Hugo Meisel und Arthur Storch); Thüringer Landesmuseum, Residenzschloss Heidecksburg, Rudolstadt
Grassi Museum für Angewandte Kunst, Leipzig (Enterich and Fisch); Museum für Angewandte Kunst, Gera (Eichkatzchen and Fasan)

Katalog „Porzellan Palais Leipzig
VON DEN LEIPZIGER MESSEN VON WIRKLICHER RAT PROF. EMMERICH IN MÜNCHEN
Ieipzig ist nicht so von ungefähr zur ersten deutschen Meßstätte geworden.
War es einerseits die geographisch bevorzugte, ins Herz Deutschlands hingesetzte Lage, seine Verbindung nach fünf wichtigen Straßen und zwar nach Schlesien, Böhmen, Thüringen, Bayern und zu den Hansastädten hin, so war es auch der betriebsame Geist, der das Sachsenland von jeher auszeichnete und dazu die Sorgsamkeit der Landesherren, welche, auf tatkräftiges Hinwirken der Leipziger Kaufmannschaft die Messestadt mit Privilegien versahen, die von großer Wirkung werden sollten; so treiben schon „Kurfürst Ernst ‚) und Herzog Albrecht von Sachsen den Leipziger Rat an, den Bau eines städtischen Kaufhauses zu beschleunigen, oder, wie es in dem Schreiben wörtlich heißt: „das angehaben haus, gleich machtiger Sudilugel, gleichtails vorwiegend Tur Trandeiszwecke all in an. Kann es eine bessere und kürzere Einführung in das Werden der Handelsstadt Leipzig geben als diese Baugeschichte?
Fast um dieselbe Zeit, wie sein Kaufhaus, erhält Leipzig seine beiden grundlegenden Privilegien: das eigentliche Meßprivileg von 1497 und das Stapelprivileg von 1507, und erwirbt durch sie die Anerkennung seiner wirtschaftlich beherrschenden Stellung im mittleren Deutschland. Den Leipzigern wird zugesichert, daß „hinfür in künftig zeit ihnen vnd den berührten / ihren Jahrmärkten /zu gefehrlichen abbruch vnd nachtheil / weder in Städten noch Flecken daselbst-umb in den Bistumben / Magdeburg / Halberstadt / Meissen / Merseburg vnd Naum-burg / gelegen / durch jemand, wer der oder die weren / kein new Jahrmärkte / noch Freyheit / erworben auffgericht / noch gebraucht werden sol / noch möge / keines weges“. Und ebenso mußte zufolge der andern Urkunde aller Handel im Umkreis von 15 Meilen, ohne jede Rücksicht auf politisch-territoriale Grenzen, seinen Weg über Leipzig nehmen und jede Ware dort erst vor der Weiterbeförderung zum Verkauf ausgeboten werden (Straßenzwang und Stapelrecht). Früher wurden die Güter durch Fuhrwerke herangebracht; es wurden die sogen. „Geleitsgebühren“ nach der Zahl der Pferde erhoben und zwar nach einer Chur-fürstl. Sächs. Ge-leitsordnung vom 17. Juli 1691 für jedes Pferd 2 Groschen, die später auf
3 Groschen 3 Pfennige erhöht wurden.
Die früheren Messen waren im Gegensatz zu den heutigen Mustermessen Warenmessen, zu denen aus aller Herren Länder Waren herangebracht wurden;
Seide aus Italien, Leinwand aus der Schweiz, Barchent aus Augsburg und Schwaben, englische Tücher aus Hamburg, ebenso Spezerei- und Materialwaren von dorther, Rauchwaren von Lübeck, Kurz-, Pfennig- und Messingwaren aus Nürnberg, schlesische Leinwand von dorther usw.
1) Dr. Fr. Schulze. Die Leipziger Messe in geschichtlicher Entwicklung, Sonderabdruck Westermann Monats• hefte, 64 Jahre. 1919.20″

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Literaturhinweis: Antiques Trade Gazette, 19. November 2018.

Literatur: Juergen Sattler, Die Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik A.G. Und das ehemalige Porzellan-Palais in Leipzig, in :RHH, 1986.
Literatur: Jeanette Lauterbach, Käte Rolle, Arthur Storch (1870-1947) : ein Blick auf sein vielfältiges Schaffen. 2022.

Porzellan Figur Glücksdrache Gute Zeiten Hugo Meisel 1921

Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik Figur Glücksdrache Gute Zeiten Porzellan Palais Leipzig, 1921

Art Deco Porzellan Figur Glücksdrache , Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik, Entwurf: Hugo Meisel 1921, für den Porzellan Palais Leipzig, Volkstedt 1921. Deutschland

Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik, Monumental-Figur der Ausstattung des Leipziger „Porzellan Palais“, das 1921 eröffnet wurde.Porzellan

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