Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Wiener 6er Satz Neujahrsbecher 19 Jh

6er Satz Neujahrsbecher, Wien um 1900, Silber, teilvergoldet, 19. Jahrhundert

1.200,00
Art.Nr. 1332
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Wiener 6er Satz Neujahrsbecher 19 Jh

6er Satz kleiner „Neujahrsbecher“ – Glücksbecher, Schnapsbecher
mit unterschiedlichem Kleeblatt-Dekor in farbigem Champlevé Email
Silber, Email, innen vergoldet
Gemarkt: Deutsch Halbmond Krone 800 und Meistermarke / Impotmarke – verschlagen
Zustand: sehr gut, minim. Gebrauchsspuren

„In den Metallträger, meist Kupfer, werden zur Aufnahme des Emails Vertiefungen (Gruben) gemacht. Diese Gruben können durch Ätzen, Gravieren, Punzieren oder Herausmeißeln hergestellt sein oder auch urch Zusammenlöten des Grundbleches mit einem zweiten, oben liegenden Blech, aus dem die „Gruben“ ausgesägt wurden. Wie beim Stegemail werden die entstandenen Gruben mit transparenten und/oder opaken Emails mit mehrfachen Zwischenbränden aufgefüllt.
Anschließend wird mit Karborund-Steinen oder Diamantwerkzeugen und Wasser geschliffen, bis Email und Metall eine ebene Fläche bilden. Es erfolgt der Glanzbrand oder eine Politur der ganzen Fläche. Bei unedlen Metallrezipienten werden die freistehenden Metallflächen meist anschließend vergoldet.
In Museen findet man viele alte Grubenschmelze, da der Grubenschmelz ein lange Tradition hat. Viele kirchliche Geräte wurden bevorzugt in dieser Technik hergestellt. Der Grubenschmelz wird oft mit dem Zellenschmelz kombiniert, d. h. die Binnen- zeichnung in den Gruben wird mit feinen Drähten ausgearbeitet.“ (Quelle: http://em-enamel.bn-paf.de/grubenschmelz__email_champleve.html)

Literatur: Viktor von Reitzner: “Alt Wien”. Lexikon für Österreichische und Süddeutsche Kunst und Kunstgewerbe. Edelmetalle. Wien 1952.
Literatur: Alfred Rohrwasser: Österreichs Punzen. Edelmetall-Punzierung in Österreich von 1524 bis 1987. 2. Auflage. Perchtoldsdorf 1987.
Literatur: Lanz, Schmid, Strahalm: Silber der Österreich-ungarischen Monarchie. Edition Strahalm, Graz 1987

Literatur: Waltraud Neuwirth: MARKENLEXIKON FÜR KUNSTGEWERBE, Band 5, Silber 1: Wiener Gold- und Silberschmiede, Punzen 1781-1822
Literatur: Waltraud Neuwirth: MARKENLEXIKON FÜR KUNSTGEWERBE, Band 6, Silber 2: Wiener Gold- und Silberschmiede, Punzen 1822-1850
Literatur: Waltraud Neuwirth: MARKENLEXIKON FÜR KUNSTGEWERBE, Band 5, Silber 1: Wiener Gold- und Silberschmiede, Punzen 1781-1822
Literatur: Waltraud Neuwirth: Lexikon Wiener Gold- und Silberschmiede 1867-1922 (2. Auflage)

Literatur: Bröhan Museum (Hrsg.): Metallkunst der Moderne. Bestandskataloge des Bröhan Museums VI. Berlin 2001
Literatur: Metallkunst, Silber – Kupfer – Messing – Zinn, Vom Jugendstil zur Moderne Kunst vom Jugendstil zur Moderne (1889 – 1939) / Sammlung Karl H. Bröhan, Berlin; Bd. IV., Berlin 1990
Literatur: Bröhan, Torsten und Berg, Thomas: Avantgarde Design 1880-1930. Köln 1994.

Literatur: Wiener Silber 1780-1866 Klassizismus, Biedermeier, Historismus; Band 1: Schnupftabakdosen
Literatur: Wiener Silber 1780-1866 Klassizismus, Biedermeier, Historismus; Band 2: Zuckerstreuer, Zuckerdosen, Zuckervasen, Zuckerzangen
Literatur: Literatur: Rosenberg IV, Seite 433 ff.

Weiterführende Literatur:
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Karl Hernmarck: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450-1830, München 1978.
Literatur: Ernst-Ludwig Richter : Altes Silber imitiert kopiert gefälscht. München 1983.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.
Literatur: Schliemann, Erich: DIE GOLDSCHMIEDE HAMBURGS. Band I, II und III., Verlag: Verlag Schliemann & Cie, Erscheinungsdatum: 1985
Literatur: Manfred Meinz: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler u. Liebhaber. 2. Auflage. Gütersloh 1987.
Literatur: SILBER AUF REISEN; Ausstellungskatalog 1991-1992 der Hessischen Hausstiftung Museum Schloß Fasanerie in Eichenzell bei Fulda
Literatur: Bemmann, Hildegund: Rheinisches Tafelsilber: Silbernes Prunk- und Tafelgerät des nördlichen Rheinlandes von 1550 bis 1800 Nr.245, 246. CMZ-Verl., 1992. ISBN 3-87062-009-9
Literatur: Arnold: Dresdner Hofsilber des 18. Jh., Publikation der Kulturstiftung der Länder und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Berlin/Dresden 1994.
Literatur: Baumstark, Reinhold, Helmut Seling und Lorenz Seelig: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. Hirmer Verlag, München 1994.
Literatur: Reiner Neuhaus und Ekkehard Schmidberger: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit. 1998
Literatur: Helmut Seling: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529 – 1868. Meister Marken Werke, München 2007.
Literatur: Germanisches Nationalmuseum (HG.): Nürnberger Goldschmiedekunst 1541-1868. 2 Bände. Nürnberg 2007.

Literatur: Viktor von Reitzner: “Alt Wien”. Lexikon für Österreichische und Süddeutsche Kunst und Kunstgewerbe. Edelmetalle. Wien 1952.
Literatur: Alfred Rohrwasser: Österreichs Punzen. Edelmetall-Punzierung in Österreich von 1524 bis 1987. 2. Auflage. Perchtoldsdorf 1987.

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