Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Gundorph Albertus [1887 – 1970] wurde 1911 Mitglied der Georg Jensen Silberschmiede, nachdem er seine Ausbildung als Silberschmied in München und Paris absolviert hatte. Während seiner Tätigkeit für Georg Jensen studierte er bis 1915 Bildhauerei in Kopenhagen. Von 1926 bis 1954 war Gundorph Albertus stellvertretender Direktor der Silberschmiede. Sein erfolgreichster Entwurf sollte das Muster „Kaktus“ werden, das Kaktus Besteck designte er 1930, Korpusware im selben Muster folgte sogleich. 1925 wurde er auf der Weltausstellung in Paris mit der Goldmedaille, 1937 mit einem Ehrenpreis  ausgezeichnet.