Aus dem persöhnlichen Besitz von Kronprinzessin / Königin Augusta von Preussen Paar Kerzenleuchter 935er Silber Hossauer Berlin um 1830
Königin Augusta von Preussen Leuchter 15 Loth Hossauer Berlin
2 Silber Leuchter, für die gemahlin von Wilhelm I, Marie Luise Augusta Katharine zu Sachsen-Weimar, Berlin um 1830.
Leuchterpaar aus dem Besitz von Marie Luise Augusta Katharine zu Sachsen-Weimar-Eisenach, 935er Silber, 15 Loth, Berlin um 1830.
Augusta, mit vollem Namen Maria Luise Augusta Catherina von Sachsen-Weimar-Eisenach (* 30. September 1811 in Weimar; † 7. Januar 1890 in Berlin), war als Ehefrau Wilhelms I. ab 1861 Königin von Preußen und nach der Reichsgründung 1871 die erste Deutsche Kaiserin.
Marken: Stadtmarke Berlin mit K für 1821/50 und 2. Beschauzeichen A für 1821/41 [Scheffler 14 und 18];
Meisterzeichen: HOSSAUER für den Hofgoldschmied Johann Georg Hossauer [Scheffler 1849/381g]; Besitzerstempel: Monogramm ML (ligiert) unter Krone;
Silbergehalt 15 Löth: [Scheffler 28a].
Scheffler: Berliner Goldschmiede, Berlin 1968
Das „ML“ mit königlicher (nicht großherzoglicher) Krone weist auf eine preußische Prinzessin / Königin / Kronprinzessin hin, nicht auf Sachsen-Weimar.
Maße: Höhe 18 cm, Breite Fuß 10,2 cm; Gefüllt
Beide Leuchter sind zusätzlich mit einer Bienenkorbmarke gestempelt. Naheliegend ist, dass es sich um eine persönliche Punze Hossauers handelt und die Leuchter somit als eigenhändige Arbeit ausweist. Eine Bienenkorbmarke kommt auf einem Siegelstempel Hossauers von 1819 vor.
Vergleichbare Leuchter sind bekannt aus dem Tafelservice zur Hochzeit des Prinzen Wilhelm von Preußen mit Prinzessin Marie Luise Augusta Katharine zu Sachsen-Weimar am 11. Juni 1829.
. „Anläßlich der Hochzeit des späteren Kaisers Wilhelm I., erhält Hossauer den Auftrag, »ein vollständiges Tafel-Service von 15-löthigem Silber nach englischen Formen« anzufertigen (Brecht 1888, S. 4).
Wie bereits 1827, beabsichtigt der König mit dieser Order zugleich »das Vorurteil [einmal] mehr zu beseitigen, dass man in Berlin nicht eben so schöne Gold- und Silberarbeiten wie in London und Paris anfertigen könne und um der vaterländischen Gewerbsamkeit mehr aufzuhelfen« (Denkschrift 1861, S. 10).“
. ….“Mit der Angabe »nach englischen Formen« ist zur damaligen Zeit die zurückhaltende Formgebung des späten 18. Jahrhunderts gemeint:
»Auch im höfischen Bereich wurden speziell in den zwanziger/dreißiger Jahren [des 19. Jahrhunderts], einer Zeit mit stark bürgerlicher Prägung, gehäuft englische Formen übernommen« (Wesenberg 1987, S. 218).„
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. „Mit tiefsitzendem Nodus und Baluster folgt der gedrungen aufgebaute Leuchter Vorbildern des Queen-Anne-Stils, um 1720-30, jenem spätbarocken englischen Stil, dessen Silbergerät schwere, wohlproportionierte Formen mit einem auf Wappengravuren oder Initialen beschränkten Dekor aufwies.
Literatur: Melitta Jonas, Gold und Silber für den König, Seite 62.
Wappengravur auf dem Fuß: Königsadler mit Königskrone, gerahmt von der Kette des Schwarzen Adlerordens
Provenienz: Palais Kaiser Wilhelms I., Berlin / Königlich Preußische Silberkammer, Schloß Berlin
Zustand: sehr guter originaler Zustand, schwere Qualität
Stichwort: Kelchglas Fridericus Rex. Kaiser Wilhelm II. – Wasser-, Rotweinglas für das große Preußenservice 1910
Ausstellung auf Schloss Wernigerode; „Pomp and Circumstance“
Höfisches Glas, Silber und Porzellan befindet sich in zahlreichen Museen. U.a. Stadtmuseum Berlin,
Porzellanteller KPM mit dem Monogramm Friedrich Wilhelm IV. von Preußen – Palastmarke von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, die Initialen „W“ und zwei gekreuzte „F“.
Stadtmuseum Berlin: „Dieser Teller diente dem Goldschmied Johann George Hossauer als Vorlage für die Teller aus dem Tafelservice zur Hochzeit des Prinzen Wilhelm v. Preussen (später Kaiser Wilhelm I).
Unterseitig befinden sich eine Gravur „His Britannick Majestys MiSsion at Berlin. 1816″ und Beschau- und Meisterzeichen.“
Literatur: Lessing, Julius, Das Tafelsilber ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Wilhelm von Preussen, Berlin 1883.
Literatur: Scheffler, Wolfgang: Berliner Goldschmiede: Daten – Werke – Zeichen, Berlin 1968, S. 484
Literatur: Kaiserliches Gold und Silber, Schätze der Hohenzollern aus dem Schloss Huis Doorn. Deutsches Goldschmiedehaus Hanau. Berlin 1985.
Literatur: Kaiserlicher Kunstbesitz aus dem Holländischen Exil, Haus Doorn. Katalog der Staatlichen Schlösser und Gärten Berlin, Berlin 1991.
Literatur: Melitta Jonas: Gold und Silber fuer den Koenig; Johann George Hossauer (1794-1874) Goldschmied Sr. Majestaet des Koenigs. Berlin, Arenhövel, 1998.
Weiterführende Literatur:
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Karl Hernmarck: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450-1830, München 1978.
Literatur: Ernst-Ludwig Richter : Altes Silber imitiert kopiert gefälscht. München 1983.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.
Literatur: Schliemann, Erich: DIE GOLDSCHMIEDE HAMBURGS. Band I, II und III., Verlag: Verlag Schliemann & Cie, Erscheinungsdatum: 1985
Literatur: Manfred Meinz: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler u. Liebhaber. 2. Auflage. Gütersloh 1987.
Literatur: SILBER AUF REISEN; Ausstellungskatalog 1991-1992 der Hessischen Hausstiftung Museum Schloß Fasanerie in Eichenzell bei Fulda
Literatur: Bemmann, Hildegund: Rheinisches Tafelsilber: Silbernes Prunk- und Tafelgerät des nördlichen Rheinlandes von 1550 bis 1800 Nr.245, 246. CMZ-Verl., 1992. ISBN 3-87062-009-9
Literatur: Arnold: Dresdner Hofsilber des 18. Jh., Publikation der Kulturstiftung der Länder und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Berlin/Dresden 1994.
Literatur: Baumstark, Reinhold, Helmut Seling und Lorenz Seelig: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. Hirmer Verlag, München 1994.
Literatur: Reiner Neuhaus und Ekkehard Schmidberger: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit. 1998
Literatur: Helmut Seling: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529 – 1868. Meister Marken Werke, München 2007.
Literatur: Germanisches Nationalmuseum (HG.): Nürnberger Goldschmiedekunst 1541-1868. 2 Bände. Nürnberg 2007.
Literatur: Viktor von Reitzner: “Alt Wien”. Lexikon für Österreichische und Süddeutsche Kunst und Kunstgewerbe. Edelmetalle. Wien 1952.
Literatur: Alfred Rohrwasser: Österreichs Punzen. Edelmetall-Punzierung in Österreich von 1524 bis 1987. 2. Auflage. Perchtoldsdorf 1987.
Literatur: Waltraud Neuwirth: MARKENLEXIKON FÜR KUNSTGEWERBE, Band 5, Silber 1: Wiener Gold- und Silberschmiede, Punzen 1781-1822
Literatur: Waltraud Neuwirth: MARKENLEXIKON FÜR KUNSTGEWERBE, Band 6, Silber 2: Wiener Gold- und Silberschmiede, Punzen 1822-1850
Literatur: Waltraud Neuwirth: MARKENLEXIKON FÜR KUNSTGEWERBE, Band 5, Silber 1: Wiener Gold- und Silberschmiede, Punzen 1781-1822
Literatur: Waltraud Neuwirth: Lexikon Wiener Gold- und Silberschmiede 1867-1922 (2. Auflage)
Literatur: Wiener Silber 1780-1866 Klassizismus, Biedermeier, Historismus; Band 1: Schnupftabakdosen
Literatur: Wiener Silber 1780-1866 Klassizismus, Biedermeier, Historismus; Band 2: Zuckerstreuer, Zuckerdosen, Zuckervasen, Zuckerzangen
Bayerisches Nationalmuseum, Archiv zur Augsburger Goldschmiedekunst
Aus dem persöhnlichen Besitz von Kronprinzessin / Königin Augusta von Preussen Paar Kerzenleuchter 935er Silber Hossauer Berlin um 1830
Königin Augusta von Preussen Leuchter 15 Loth Hossauer Berlin
2 Silber Leuchter, für die gemahlin von Wilhelm I, Marie Luise Augusta Katharine zu Sachsen-Weimar, Berlin um 1830.
Leuchterpaar aus dem Besitz von Marie Luise Augusta Katharine zu Sachsen-Weimar-Eisenach, 935er Silber, 15 Loth, Berlin um 1830.
Die Angabe 15 Loth bezieht sich auf den Feingehalt des Silbers. Die Einheit „Lot im 17. Jahrhundert zur Bestimmung des Silbergehalts verwendet.
15 Loth Silber e einem Feingehalt von 15/16 der 937.5 Teilen Feinsilber pro 1000 Teilen, was ein hohen Silberqualität entspricht.
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