Barock Silber Leuchterpaar Wolfenbüttel um 1770-80

Niedersächsisches Rokoko Leuchterpaar Wolfenbüttel um 1770, Silber 12 Lot

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Barock Silber Leuchterpaar Wolfenbüttel um 1770-80

Niedersächsisches Rokoko Leuchterpaar Wolfenbüttel um 1770, Silber 12 Lot

Beschaumarke: Stadtmarke Wolfenbüttel um 1770
Wappen: In Blau eine rote Säule, auf der eine von einem silbernen Stern überhöhte Krone ruht; der Säulenschaft ist überlegt mit einem schwarz gesattelten und gezäumten, springenden silbernen Roß (Hupp) Beschauzeichen: = Wappen in verschiedener Schildform, teilweise mit den letzten beiden Ziffern des Jahres

Meistermarke, Meisterzeichen

entweder
Meiter: HEINRICH DANIEL WEIGEL (Seite 1152.)
Geboren ctwa 1711 als Apothekerssohn in Braunschweig, lernt 1724 31 bei Georg Matthias Eimbke (s. d. Nr. 441), wird als Goldarbeiter am 30. 5. 1741 in Wolfenbüttel Bürger und heiratet als Silberarbeiter allhier am 27. 6. 1741 Frau Johanna Dorothea Henriette Sauer, Witwe des Silberarbeiters Christian Suet-Meyer (s. o. Nr. 64). Gestorben als Kirchenprovisor am 17. 1. 1773
Werke:bei Scheffler u.a.
e) Modell-Wasserkesselchen, H. 12,3 cm. Hannover, Privatbesitz
h) Tischleuchter, H. 21 cm. Gegenstück zu Leuchter des Joh. Ludw. Meyer, Braunschweig (s. d. Nr. 131). Braunschweig, Privatbesitz Dr. B.,
i) Kaffeekanne mit senkrechten Zügen. H. 25 cm. Köln, Kunsthaus Abels (Katalog 1960)
oder
Meiser: EWALD BARTHOLD WARENDORF (Seite 1155.)
Geboren etwa 1738 als Kaufmannssohn in Hannover, wird am 20. 9. 1765 Bürger, heiratet
I. als Bürger, auch Gold- und Silberarbeiter allhier, am 3. 10. 1765 Johanna Christine Henriette Hoffmann, Tochter des Christian Dieterich Hoffmann (s. o. Nr. 73), die am 26. 1. 1767 stirbt. Seine 2. Frau stirbt am 13. 3. 1777. Er heiratet III. am 15. 10. 1778 die Perückierstochter Anna Louise Bösch aus Hamburg und IV. Juli 1790 in Esbeck die Pastorentochter Sophia Maria Stallmann. Lebt noch 1809
Werke:  u.a. 1 Paar Altarleuchter, H. 44 cm, datiert 1774, Wolfenbüttel, Trinitatiskirche (Inv. S. 90; Ausstellung Braunschweig 1906, Nr. 224)

lötiges Silber, Silber 12 Lot
Schaft gegossen und aus zwei Teilen zusammengelötet, Fuß getrieben und montiert
Maße: Höhe 21,5 cm, Breite Fuß 11,5 cm, Gewicht zusammen 578 Gramm.
Zustand: sehr guter Originalzustand mit leichten Gebrauchsspuren, schwere Qualität

Literatur: Scheffler, Wolfgang: Goldschmiede Niedersachsens, Band II. (ZWEITER HALBBAND. HAMELN _ZELLERFELD) Seite 1152, Nr. 72 oder Seite 1155, Nr. 81] 1965

Literatur: Scheffler, Wolfgang: Goldschmiede Niedersachsens. Daten – Werke – Zeichen, 1. Halbband. Berlin 1965, Seite 373 Nr. 15.
Literatur: Waldemar R. Röhrbein: Göttinger Silber aus der Werkstatt Knauer. Eine Ergänzung zu Schefflers „Goldschmiede Niedersachsen“, in: Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte, Bd. 12 (1973), S. 261ff.
Literatur: Appel, Thomas (2000) Göttinger Goldschmiede 1600-1900. Wallstein Verlag, Seite 113.
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.

Ein ähnliches Dekor weisen drei Sitzmöbel im Museum Haus Uphagen in Danzig auf, die auf das 2. bzw. 3. Viertel des 18. Jahrhunderts datiert werden:

Der Silberfeingehalt auf in Deutschland ausgeführten Silberobjekten wurde bis 1868 in Lot(h) angegeben. Üblich waren Arbeiten aus 12 Lot = 750/1000 und 13 Lot = 812,5/1000. Da die Städte den Mindestfeingehalt festlegten, garantierten so die jeweiligen Stadtmarken für den Feingehalt, im Norden überwiegend 12 Lot und im Süden überwiegend 13 Lot. Sehr betuchte Auftraggeber wie Mitglieder des Hofes oder Adels ließen sich hingegen auch Stücke mit einem Feingehalt von 14 Lot = 875/1000 oder gar 15 Lot = 937,4/1000 anfertigen. Ab 1868 werden ebenso die Feingehaltsmarken 750 und 800 eingeführt, ab 1888 gilt ein Mindestfeingehalt von 800/1000 wie auch die Stempelung mit Halbmond und Krone für Silberwaren des deutschen Reiches. Diese Silberstempel gelten bis heute.

Weiterführende Literatur:
Literatur: Bernt Zeitzschel, Die Gold- und Silberschmiede im oestlichen Schleswig-Holstein
Literatur Reiner Neuhaus und Ekkehard Schmidberger: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit
Literatur Ernst-Ludwig Richter : Altes Silber imitiert kopiert gefälscht
Literatur Baumstark, Reinhold, Helmut Seling und Lorenz Seelig: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. Hirmer Verlag, München 1994
Literatur Manfred Meinz: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler u. Liebhaber. 2. Auflage. Gütersloh 1987.
Karl Hernmarck: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450-1830, München 1978.
Literatur Helmut Seling: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529 – 1868. Meister Marken Werke, München 2007.

Literatur: Irmscher, Günter: Das Kölner Goldschmiedehandwerk 1550-1800. Eine Sozial- und Werkgeschichte. Regensburg 2005.
Literatur: Bemmann, Hildegund: Rheinisches Tafelsilber. Silbernes Prunk- und Tafelgerät des nördlichen Rheinlandes von 1550-1800. Rheinbach-Merzbach 1992.
Literatur: Meta Patas: 400 Jahre Gold – und Silberschmiedekunst in Düsseldorf Ausstellung vom 8.11 bis 2.12 1977 SW: Goldschmiedekunst Silberschmiedekunst Düsseldorf

Barock Silber Leuchterpaar Wolfenbüttel um 1770-80

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