Figur Waldmensch Porzellan Volkstedt 1921 Porzellan Palais Leipzig

Art Deco Porzellan Figur Waldmensch, Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik, Entwurf: Arthur Storch 1921, für den Porzellan Palais Leipzig, Volkstedt 1921. Deutschland

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Art.Nr. 1342
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Figur Waldmensch Porzellan Volkstedt 1921 Porzellan Palais Leipzig

Waldmensch, Figur der Ausstattung des Leipziger “Porzellan Palais”, das 1921 eröffnet wurde.
Entwurf: Arthur Storch 1921
Ausführung: Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik
Maße: Höhe ca. 52 cm
Zustand: altersgemäß sehr gut, produktionsbedingte Haarrisse

Vgl. Artikel in der Antiques Trade Gazette vom 19. November 2018

Siehe auch: Thüringer Landesmuseum Heidecksburg; Digitale Ausstellung zu Arthur Storch
Oder – Deutsche Digitale BibliothekDirekt

Das Gesamtwerk umfasste 16 Figuren: Tiger (Dog of Fo), Höllenhund (Hellhound), Enterich (Drake), Fisch (Fish), Eichkatzchen (Squirell or Skunk),
Storch Fabeltiere (Stag), Meisel Fabeltiere (Dogs of Fo, one with pup and the other crushes a dragon) Waldmensch and Affe (Baboon and Monkey)
Fasan (Pheasant), Adler (Eagle with snake), Hahn (Rooster), Luchs (Lynx), Gute Zeiten (Good Times) and Schlechte Zeiten (Bad Times).

Vergleichsstücke befinden sich in:
Hetjens Museum, Düsseldorf, Ständige Sammlung – Arthur Storch und Hugo Meisel
Thüringer Landesmuseum, Residenzschloss Heidecksburg, Rudolstadt
Grassi Museum für Angewandte Kunst, Leipzig (Enterich and Fisch)
Museum für Angewandte Kunst, Gera (Eichkatzchen and Fasan)

Dekorative Kunst, illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst Bd 30 1922_Deutsche Gewerbeschau Muenchen 1922_Volkstedt Hoellenhund

– leider verkauft, vergleichbare Angebote erwünscht! –

Literatur: Juergen Sattler, Die Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik A.G. Und das ehemalige Porzellan-Palais in Leipzig, in :RHH, 1986.
Literatur: Jeanette Lauterbach, Käte Rolle, Arthur Storch (1870-1947) : ein Blick auf sein vielfältiges Schaffen. 2022

Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur
Bereits 1762 in Rudolstadt gegründet, ist die “Aelteste Volkstedt” die älteste der noch produzierenden Porzellanmanufakturen Thüringens. Die Gründung geht auf Georg Heinrich Macheleid zurück, der 1760 die Zusammensetzung der richtigen Porzellanmasse, das “Arkanum”, enträtselte.

Kunstvolle Figuren aus der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur genießen bei Liebhabern hohes Ansehen und erzielen heute im Antiquitätenhandel Höchstpreise. Frische, Anmut und Temperament der berühmten Spitzenfiguren sind weltweit unerreicht. Jeder noch so kleine Herstellungsschritt wird ausschließlich von Hand ausgeführt: eine aufwendige Arbeitsweise, die jedoch Harmonie und Perfektion in der Form- und Farbgebung garantiert.

Katalog “Porzellan Palais Leipzig
VON DEN LEIPZIGER MESSEN VON WIRKLICHER RAT PROF. EMMERICH IN MÜNCHEN
Ieipzig ist nicht so von ungefähr zur ersten deutschen Meßstätte geworden.
War es einerseits die geographisch bevorzugte, ins Herz Deutschlands hingesetzte Lage, seine Verbindung nach fünf wichtigen Straßen und zwar nach Schlesien, Böhmen, Thüringen, Bayern und zu den Hansastädten hin, so war es auch der betriebsame Geist, der das Sachsenland von jeher auszeichnete und dazu die Sorgsamkeit der Landesherren, welche, auf tatkräftiges Hinwirken der Leipziger Kaufmannschaft die Messestadt mit Privilegien versahen, die von großer Wirkung werden sollten; so treiben schon „Kurfürst Ernst ‘) und Herzog Albrecht von Sachsen den Leipziger Rat an, den Bau eines städtischen Kaufhauses zu beschleunigen, oder, wie es in dem Schreiben wörtlich heißt: „das angehaben haus, gleich machtiger Sudilugel, gleichtails vorwiegend Tur Trandeiszwecke all in an. Kann es eine bessere und kürzere Einführung in das Werden der Handelsstadt Leipzig geben als diese Baugeschichte?
Fast um dieselbe Zeit, wie sein Kaufhaus, erhält Leipzig seine beiden grundlegenden Privilegien: das eigentliche Meßprivileg von 1497 und das Stapelprivileg von 1507, und erwirbt durch sie die Anerkennung seiner wirtschaftlich beherrschenden Stellung im mittleren Deutschland. Den Leipzigern wird zugesichert, daß „hinfür in künftig zeit ihnen vnd den berührten / ihren Jahrmärkten /zu gefehrlichen abbruch vnd nachtheil / weder in Städten noch Flecken daselbst-umb in den Bistumben / Magdeburg / Halberstadt / Meissen / Merseburg vnd Naum-burg / gelegen / durch jemand, wer der oder die weren / kein new Jahrmärkte / noch Freyheit / erworben auffgericht / noch gebraucht werden sol / noch möge / keines weges”. Und ebenso mußte zufolge der andern Urkunde aller Handel im Umkreis von 15 Meilen, ohne jede Rücksicht auf politisch-territoriale Grenzen, seinen Weg über Leipzig nehmen und jede Ware dort erst vor der Weiterbeförderung zum Verkauf ausgeboten werden (Straßenzwang und Stapelrecht). Früher wurden die Güter durch Fuhrwerke herangebracht; es wurden die sogen. „Geleitsgebühren” nach der Zahl der Pferde erhoben und zwar nach einer Chur-fürstl. Sächs. Ge-leitsordnung vom 17. Juli 1691 für jedes Pferd 2 Groschen, die später auf
3 Groschen 3 Pfennige erhöht wurden.
Die früheren Messen waren im Gegensatz zu den heutigen Mustermessen Warenmessen, zu denen aus aller Herren Länder Waren herangebracht wurden;
Seide aus Italien, Leinwand aus der Schweiz, Barchent aus Augsburg und Schwaben, englische Tücher aus Hamburg, ebenso Spezerei- und Materialwaren von dorther, Rauchwaren von Lübeck, Kurz-, Pfennig- und Messingwaren aus Nürnberg, schlesische Leinwand von dorther usw.
1) Dr. Fr. Schulze. Die Leipziger Messe in geschichtlicher Entwicklung, Sonderabdruck Westermann Monats• hefte, 64 Jahre. 1919.20″

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