Hildesheimer Empireleuchter Silber 13 Loth um 1810

Klassizistisches Leuchterpaar Silber 812,5/1000, Meister Christian Ernst Jütte, Hildesheim um 1810.

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Art.Nr. 0909
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Hildesheimer Empireleuchter Silber 13 Loth um 1810.

Paar leuchter. Silber 13 Loth, Hildesheim um 1800-1810.

Klassizistisches Leuchterpaar Silber 812,5/1000, Meister Christian Ernst Jütte, Hildesheim um 1810.

MZ.: Jütte im Viereck ausgeschrieben für CHRISTIAN ERNST JÜTTE 1794-1820
Stadtmarke / Feingehaltsmarke: 13 in nach oben gerichtete gezacktem Blattform
Maße: Höhe 25 cm, Gewicht zus.665 Gramm
Zustand: altersgemäß sehr gut, schwere Ausführung

Es handelt sich hierbei um ein paar Empire-Leuchter nach französischem Geschmack. Besonders ist es festzuhalten, dass der Auftraggeber sich 13 Lötiges Silber
gewünscht hat. 13 Lötiges Silber ist um diese Zeit für Hildesheim wohl eine Ausnahme und dürfte wohl selten vorkommen. Dazu gibt es auch, eine bislang unbekannte
Marke. Bekannt ist jedoch die Meitermarke, welche sich dem Meister CHRISTIAN ERNST JÜTTE zuordnen läßt

167 CHRISTIAN ERNST JÜTTE Bürgerssohn, lernt 1796 -1802 bei Johan Friedrich Meyer (s. o. Nr. 152) und wird Michaelis 1808 angenommen.
3 Meisterstücke: Getriebener Pokal, Fingerring mit Steinen gefaßt, Silbernes Petschaft, worauf das Wappen nach Vorschrift geschnitten.
Im Vierzeitpfennigregister 1806 38.
Gestorben am 26. 11. 1838. Seine Witwe im Adreß-buch 1840.

Oder, aber eher nicht wahrscheinlich:

162 JOHAN FRIEDRICH JÜTTE (SENIOR) Geboren etwa 1774, lernt 1789-94 bei Gottfried August Stalmann (s. o. Nr. 148) u Johanni 1801 angenommen,
er „ macht seine Kunststücke nach den neuen Privilegier.” Heiratet mit Johanna Christiane Amalia Hollaender. Kind Taufen 1804 u. 1807 (A) Wird Joh. 1812 Altermann und Joh. 1820 Senior. Gestorben am 30. 1. 1840 im 67 Im Vierzeitpfennigregister seit 1802, seine Witwe bis 1841
Werke:
a) Abendmahlskanne, dat. 1839. Lamspringe, ev. Kirche, Kr. Alfeld (Inv. S. 227)
b) Krankenkelch und -Patene, Gr. Solschen, Kr. Peine (Inv. MT 34). Mit „12″.
Literatur: WOLFGANG SCHEFFLER, GOLDSCHMIEDE NIEDERSACHSENS. ZWEITER HALBBAND. DATEN WERKE ZEICHEN (1965)

Der Silberfeingehalt auf in Deutschland ausgeführten Silberobjekten wurde bis 1868 in Lot(h) angegeben. Üblich waren Arbeiten aus 12 Lot = 750/1000 und 13 Lot = 812,5/1000. Da die Städte den Mindestfeingehalt festlegten, garantierten so die jeweiligen Stadtmarken für den Feingehalt, im Norden überwiegend 12 Lot und im Süden überwiegend 13 Lot. Sehr betuchte Auftraggeber wie Mitglieder des Hofes oder Adels ließen sich hingegen auch Stücke mit einem Feingehalt von 14 Lot = 875/1000 oder gar 15 Lot = 937,4/1000 anfertigen. Ab 1868 werden ebenso die Feingehaltsmarken 750 und 800 eingeführt, ab 1888 gilt ein Mindestfeingehalt von 800/1000 wie auch die Stempelung mit Halbmond und Krone für Silberwaren des deutschen Reiches. Diese Silberstempel gelten bis heute.

Weiterführende Literatur:

Literatur: Scheffler, Wolfgang: Goldschmiede Niedersachsens, De Gruyter 1965, 2. Halbband. S. 104 Nr. 441
Literatur: Spies, Gerd: Braunschweiger Goldschmiede: Geschichte – Werke – Meister uns Marken, 3 Bände. Berlin und München 1996. S. 151 ff.
Literatur: Stadt Braunschweig – Städtisches Museum Braunschweig (Hrsg.), 2005, Braunschweiger Rokoko, Wolfratshausen: Edition Minerva
Literatur: Scheffler, W., 1992, Braunschweiger Goldschmiede-Familien aus zwei Jahrhunderten (1650-1850). Genealogische Ergänzungen zum Abschnitt ‚Braunschweig’ des zweibändigen Werkes „Goldschmiede Niedersachsens“, Berlin, 1965, Selbstverlag des Braunschweigischen Geschichtsvereins

Literatur: Reiner Neuhaus und Ekkehard Schmidberger: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit
Literatur: Ernst-Ludwig Richter : Altes Silber imitiert kopiert gefälscht
Literatur: Baumstark, Reinhold, Helmut Seling und Lorenz Seelig: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. Hirmer Verlag, München 1994
Literatur: Manfred Meinz: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler u. Liebhaber. 2. Auflage. Gütersloh 1987.
Literatur: Karl Hernmarck: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450-1830, München 1978.
Literatur: Helmut Seling: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529 – 1868. Meister Marken Werke, München 2007.
Literatur: Germanisches Nationalmuseum (HG.): Nürnberger Goldschmiedekunst 1541-1868. 2 Bände. Nürnberg 2007.
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.
Literatur: Schliemann, Erich: DIE GOLDSCHMIEDE HAMBURGS. Band I, II und III., Verlag: Verlag Schliemann & Cie, Erscheinungsdatum: 1985
Literatur: SILBER AUF REISEN; Ausstellungskatalog 1991-1992 der Hessischen Hausstiftung Museum Schloß Fasanerie in Eichenzell bei Fulda
Literatur: Viktor von Reitzner: “Alt Wien”. Lexikon für Österreichische und Süddeutsche Kunst und Kunstgewerbe. Edelmetalle. Wien 1952.
Literatur: Alfred Rohrwasser: Österreichs Punzen. Edelmetall-Punzierung in Österreich von 1524 bis 1987. 2. Auflage. Perchtoldsdorf 1987.

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