Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

KPM Berlin Porzellan Friedlaender Halle Burg Giebichenstein Servierschale

Runde Bauhaus Servierschale aus dem Porzellan Tafelservice Halle / Burg Giebichenstein in Altweiss, Entwurf: Marguerite Friedlaender 1930/31, KPM Berlin, (eingedrueckte Rillen), Szeptermarke und Burg Giebichenstein Marke

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Art.Nr. 5279
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KPM Berlin Porzellan Friedlaender Halle Burg Giebichenstein Servierschale

Runde Bauhaus Servierschale aus dem Porzellan Speise-, Tafelservice Halle / Burg Giebichenstein in Altweiss
Entwurf: Marguerite Friedlaender 1930/31
Ausführung: StPM Staatliche Porzellan Manufaktur Berlin, Porzellan, (eingedrueckte Rillen) in Altweiss
Szeptermarke und Burg Giebichenstein Marke
Maße: Durchmesser 24,8 cm – 1 inch (Zoll) = 2,54 cm –
Zustand: sehr gut, I. Wahl, BAUHAUS Design
Literatur: Broehan-Museum, Berliner Porzellan vom Jugendstil zum Funktionalismus 1889-1939, Seite 198

Marguerite Friedlaender [Lyon 1896 – 1985 Guerneville, Kalifornien], deutsch-englische Keramikerin und Porzellan Designerin. 1919-1925 lernte und arbeitete sie am Bauhaus, machte 1926 ihre Meisterprüfung in Höhr-Grenzhausen, um danach bis 1933 an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein, Halle, zu lehren. Dabei hatte sie als erste deutsche Töpfermeisterin die Leitung der Keramikabteilung inne. Gleichzeitig arbeitete Sie für die KPM Berlin, für die Sie 1929 das Service “Halle” entwarf. Unmittelbar nach Machtübernahme der Nazis verlor sie ihre Arbeit und emigrierte zunächst in die Niederlande, dann in die USA, fortwährend als Keramikerin arbeitend. So wurde sie für ihre 1937 für die Niederländische Regierung entworfene Auftragsarbeit, das “Five a clock” Teeservice auf der Weltausstellung in Paris 1937 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. (Friedlaender, Marguerite)

HISTORIE:
Das Jahr 1918 markiert das Ende der Monarchie. Der Kaiser geht ins Exil.
Die KPM wird zur Staatlichen Porzellan-Manufaktur. 1918-1988. Die KPM ist regelmäßiger Teilnehmer der Grassi Messe in Leipzig.
Ab 1988 wird die Manufaktur wieder umbenannt in Königliche Porzellan Manufaktur, Berlin GmbH.
Ausführliche Historie siehe https://www.kpm-berlin.com/manufaktur/kpm-geschichte/

Weiterführende
Literatur: Treskow, Irene von: Die Jugendstil-Porzellane der KPM. Bestandskatalog der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin 1896-1914, München 1971 (Materialien zur Kunst des 19. Jahrhunderts, 5),
Literatur: Mundt, Barbara: 40 Jahre Porzellan. Siegmund Schütz zum 80. Geburtstag. Berlin 1986
Literatur: Berliner Porzellan vom Jugendstil zum Funktionalismus 1889 -1939, hrsg. v. Bröhan-Museum, Ausstellung, Berlin, Bröhan-Museum, 1987, Berlin 1987,
Literatur: Jarchow, Margarete: Berliner Porzellan im 20. Jahrhundert. Hamburg 1988
Literatur: Porzellan. Kunst und Design 1889 bis 1939. Vom Jugendstil zum Funktionalismus, bearb. v. Karl H. Bröhan, Berlin 1993 (Bestandskatalog des Bröhan-Museums, Bd. 5, 1),
Literatur: Um 1909, Porzellan aus Berlin, Meissen, Nymphenburg, – Ausstellungskatalog – Eine Ausstellung zum 90jährigen Bestehen des Hetjens-Museums, Düsseldorf 1999
Literatur: Jacobsen, Hans-Peter: Marguerite Friedlaender-Wildenhain, Den eigenen Vorstellungen Gestalt geben, Gera 2009.
Literatur: Lust auf Dekor – KPM-Porzellan zwischen Jugendstil und Art Deco. Die Ära Theo Schmuz-Baudiß, hrsg. v. Tobias Hoffmann / Claudia Kanowski, Ausstellung, Berlin, Bröhan-Museum, 2013 /
2014, Köln 2013 (Veröffentlichungen des Bröhan-Museums, 1987- , 19)
Literatur: Gronert, Tim D.: Das Porzellan der KPM Berlin 1918-1988. (3 Bände), Deutscher Kunstverlag 2020. Band I., Seite 331.
Literatur: Schaulade 7 (1931) Abb. S.216
Weitere Stücke in der Sammlung: The Wolfsonian—Florida International University: Teapot, model no. 13944, Hallesche Form, 1929, with decoration Goldringe

KPM Berlin Porzellan Friedlaender Halle Burg Giebichenstein Servierschale

KPM Berlin, Marguerite Friedlaender, Porzellan Speise-, Tafelservice Halle / Muster Burg Giebichenstein in Altweiss

KPM Berlin Porzellan, Entwurf M. Friedlaender 1931, Hallesche Form, Muster Burg Giebichenstein Servierschale

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