Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Art Deco, Bauhaus, Sterling silver pitcher, Design Emmy Roth 1928/30 | D.Szy

Art Deco Saftkanne Weinkanne 1928, Design EMMY ROTH 1928/1930, Berlin Silber 925 FRAUENSILBER

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Item No. 4330
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Art Deco, Bauhaus, Sterling silver pitcher, Design Emmy Roth (German / Israeli, 1885-1942), 1928/30 Juice or wine jug German Art Deco silver Design and execution: Emmy Roth Berlin ca. 1928/30 Silver 925, driven with hammered surface Dimensions: height 28 cm, width from spout to handle 17.5 cm, depth abdomen about 10 cm Weight: 753 g. Condition: very good, slight traces of usage Crescent (Reich) crown lettering Emmy Roth “Germany” and 925, Condition: very good, martelliertes decor Literature: FrauenSilber.Paula Straus, Emmy Roth & Co. Silversmiths of the Bauhaus period. Emmy Roth silver EMMY ROTH [Hattingen 1885 – 1942 Tel Aviv] Emmy Roth is next to Paula Straus the silversmith of the Bauhaus era. Her oeuvre is wide-ranging: she works with precious and non-ferrous metal, with different stones, tortoiseshell and ivory, it creates jewelry, carving and blowing. Her style evolves from richly decorated small appliances through an expressionist style of expression to a simple, Bauhaus influenced factual style. The leitmotiv always remains an organic form formation. Born into a Jewish merchant family of the educated middle class, Emmy Roth [geb. Urias] of gold and silversmithing and learns in Dusseldorf, Berlin and Paris. The artist, freelancing from about 1907, founded her own workshop in Charlottenburg in Berlin in the 1910s and is active there until 1933, among other things she designs for Bruckmann & Sons, Heilbronn. She is one of the early members of the GEDOK, founded in 1926 by Ida Dehmel, in which women of art make up. After her 25th anniversary in the winter of 1932/33, she finds herself forced to emigrate to Paris due to political developments, where she also runs her own workshop, but from there goes on to Palestine in 1935. During her stay in the Netherlands 1937/38 she designed objects for the Zilverfabriek Voorschoten in the area of ​​industrial design. Back in Palestine, where she is mainly financed with the production of Judaica, her cancer is diagnosed. In 1942 she chooses suicide and dies in Tel Aviv. EMMY ROTH. 1928/30. German Art Deco handcrafted Sterling silver wine Jug, pitcher. Design and execution: Emmy Roth Berlin approx. 1928/30. silver 925, driven with hammered surface. Condition: very good, slight signs of wear. Half moon (Imperial) crown lettering Emmy Roth “Germany” and 925.

Designer and silversmith Emmy Roth created wares reflecting the realities of the modern interwar era in which she and her patrons lived. Her distilled forms were pure in line, spare in decoration, highly functional and carefully handcrafted. For this service, Roth skillfully combined refined, rectilinear shapes with subtle scroll motifs, making it at once austere and organic, a striking and timeless combination.

Roth was one of the first critically acclaimed, published and exhibited modernist female silversmiths to work in Germany. Unfortunately, her achievements were largely forgotten following her death, but recent scholarship has reinstated her well-deserved position in the canon of modern design and metalworking. Examples of Roth’s work are rare.


Emmy Roth Sterling Silber Saftkanne Art Deco Weinkanne 1928/30

Saft- oder Weinkanne
Deutsches Art Deco Silber
Entwurf und Ausführung: Emmy Roth Berlin ca. 1928/30
Silber 925, getrieben mit gehämmerter Oberfläche
Maße: Höhe 28 cm, Breite von Schnaupe zu Henkel 17,5 cm, Tiefe Bauch ca. 10 cm
Gewicht: 753 g.
Zustand: sehr gut, leichte Gebrauchsspuren
Halbmond (Reichs-) Krone Schriftzug Emmy Roth “Germany” sowei 925,

Zustand: sehr gut, martelliertes Dekor

Literatur: Badisches Landesmuseum Karlsruhe: Frauensilber. Paula Straus, Emmy Roth & Co.Silberschmiedinnen der Bauhauszeit. Karlsruhe 2011.
Ausstellung im Bröhan-Museum, Berlin (7. Juli bis 9. Oktober 2011) FrauenSilber. Paula Straus, Emmy Roth und Co. Silberschmiedinnen der Bauhauszeit
Frauen-Silber: Paula Straus, Emmy Roth & Co. Silberschmiedinnen der Bauhauszeit
Bröhan, Torsten und Berg, Thomas: Avantgarde Design 1880-1930. Köln 1994.

EMMY ROTH [Hattingen 1885 – 1942 Tel Aviv]
Emmy Roth ist neben Paula Straus die Silberschmiedin der Bauhauszeit. Ihr Oevre ist breit gefächert: sie arbeitet mit Edel- und Buntmetall, mit verschiedenen Steinen, Schildpatt und Elfenbein, es entstehen Schmuck-, Schnitz- und Treibarbeiten. Ihr Stil entwickelt sich von reich verzierten Kleingeräten über eine expressionistisch geprägte Formensprache hin zu einem schlichten, vom Bauhaus geprägten sachlichen Stil. Leitmotiv bleibt stets eine organische Formbildung. Aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie des Bildungsbürgertums stammend, widmet sich Emmy Roth [geb. Urias] der Gold- und Silberschmiedekunst und lernt in Düsseldorf,
(Sie absolviert Ihre Lehre in der Werkstatt der Gold- und Silberschmiede Conrad Anton Beumers, Düsseldorf – Die Firma ist bekannt für seine hervorrangede Erzeugnisse.),
Berlin und Paris. Die ab ca. 1907 freischaffende Künstlerin gründet im Berlin der 1910er Jahre ihre eigene Werkstatt in Charlottenburg und ist dort bis 1933 tätig, unter anderem fertigt sie Entwürfe für Bruckmann & Söhne, Heilbronn. Sie gehört zu den frühen Mitgliedern der GEDOK, gegründet 1926 von Ida Dehmel, in der sich kunstschaffende Frauen zusammenschließen. Nach ihrem 25jährigen Künstlerjubiläum im Winter 1932/33 sieht sie sich aufgrund der politischen Entwicklung gezwungen, nach Paris zu emigrieren, wo sie ebenfalls eine eigenen Werkstatt unterhält, von dort aber 1935 weiter nach Palästina geht. Während ihres Aufenthalts in den Niederlanden 1937/38 entwirft sie im Bereich Industrie-Design Objekte für die Zilverfabriek Voorschoten. Zurück in Palästina, wo sie sich wohl vor allem mit der Fertigung von Judaica finanziert, wird ihr Krebs diagnostiziert. 1942 wählt sie den Freitod und stirbt in Tel Aviv.

Literatur: Badisches Landesmuseum Karlsruhe: Frauensilber. Paula Straus, Emmy Roth und Co. Silberschmiedinnen der Bauhauszeit. Ausstellungskatalog, Karlsruhe 2011, Katalognr. 8
Literatur: Roberto Papini, Decorative Arts and Architecture of the 1920s.
Literatur: Metallkunst, Silber – Kupfer – Messing – Zinn, Vom Jugenstil zur Moderne Kunst vom Jugendstil zur Moderne (1889 – 1939) / Sammlung Karl H. Bröhan, Berlin; Bd. IV., Berlin 1990
Literatur: Bröhan Museum (Hrsg.): Metallkunst der Moderne. Bestandskataloge des Bröhan Museums VI. Berlin 2001
Literatur: Bröhan, Torsten und Berg, Thomas: Avantgarde Design 1880-1930. Köln 1994.
Literatur: Deutsches Silber nach dem Bauhaus. Die Sammlung Vic Janssens. Ausstellungskatalog des Silbermuseums Sterckshof, Antwerpen.
Literatur: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (Hrsg.): Handwerk und Maschinenkraf. Koch und Bergfeld. Die Silbermanufaktur in Bremen. Ausstellungskatalog, Hamburg 1999.
Literatur: Löhr, Alfred: Bremer Silber. Von den Anfängen bis zum Jugendstil. Focke Museum, Bremen 1982.

Weiterführende Literatur:
Literatur: Sänger, Reinhard W. Das deutsche Silber-Besteck 1805 – 1918. Stuttgart 1991. S.
Literatur: Grotkamp-Schepers, Barbara und Sänger, Reinhard W.: Bestecke des Jugendstils, Bestandskatalog des Deutschen Klingenmuseums Solingen. Stuttgart 2000. S.

Kaffeekanne und Schale im Bestand: Museum Vereniging Rembrandt

Ein komplettes siebenteiliges Tee-, Kaffeeservise mit Tablett, Zuckerzange und Teesieb (PDF hier) befindet sich in der Sammlung des Cincinnati Art Museums

Emmy Roth Sterling Silber Saftkanne Art Deco Weinkanne 1928/30

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