Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Cadre photo étain Orivit Cologne 1900 Art Nouveau # 2470

Métal Orivit, coulé, Exécution: Cologne Ehrenfeld vers 1900/04 Allemagne

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Cadre photo étain Orivit Cologne 1900 Art Nouveau # 2470 Métal Orivit, coulé Exécution: Cologne Ehrenfeld vers 1900/04 Allemagne Largeur en bas 15,3 cm, largeur en haut 13 cm, hauteur 21,2 cm, zone d’image 9,2 x 12,1 cm – 1 pouce (2,54 cm) – Marques ORIVIT et modèle no. 2470 Etat: très bon état d’origine


Orivit Köln 1900 Jugendstil Zinn Bilderrahmen # 2470

Orivit Metall, gegossen
Ausführung: Köln Ehrenfeld um 1900/04 Deutschland
Breite unten 15,3 cm, Breite oben 13 cm, Höhe 21,2 cm, Bildfläche 9,2 x 12,1 cm
— 1 Inch (Zoll) = 2,54 Zentimeter —
Marken ORIVIT und Modellnr. 2470
Zustand: sehr guter Originalzustand

Orivit AG, Köln
Ferdinand Hubert Schmitz (1863 – 1939) übernahm 1894 die “Rheinische Bronze- und Metallwarenfabrik Johann Heinrich Welke” und gründete nach mehreren Umbenennungen aus dieser 1898 die neue ORIVIT AG. Die ORIVIT Produktpalette traf nicht nur genau den Zeitgeschmack, sondern brachte die Konkurrenz wie die Firmen Kayserzinn, WMF und Osiris, etc. in Bedrängnis. Auf der Pariser Weltausstellung 1900 wurde die ORIVIT AG mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, ebenso geehrt wurde sie 1902 im Rahmen der Industrie- und Gewerbeausstellung in Düsseldorf sowie 1904 auf der Louisiana Purchase Exposition. Mit dem Erfolg kam zwangsläufig der Innovationsdruck, dieser in Gestalt der sogenannten Huber-Presse, welche der ORIVIT AG auch den Untergang bescherte. Nach finanziellen Schwierigkeiten, die Rheinischen Banken drehten den Geldhahn zu, erfolgte die Übernahme durch die Württemmbergische Metallwarenfabrik im Jahr 1905. Die Stücke der ORIVIT AG zeichnen sich aus durch eine gelungene Mischung aus deutschem, französischem und belgischem Jugendstil.

Jugendstil Liebhaber, insbesondere die von Orivit Erzeugnissen, werden begeistert sein beim Besuch des Kreismuseums Zons – zwischen Köln und Düsseldorf -, welches eine bemerkenswerte Sammlung,
wenn nicht die größte in Europa, an Jugendstil-Zinn bereithält. Ein Muss!

Literatur: ORIVIT Zinn des Jugendstils aus Köln ; die Bestände der Sammlung Gertrud Funke-Kaiser, des Kreismuseums Zons,
des Rheinischen Freilichtmuseums und Landesmuseums für Volkskunde, Kommern, des Kölnischen Stadtmuseums und der Sammlung H. G. Klein, Köln 1992

Literatur: Franzoesischer Katalog Orivit M

Weiterführende Literatur:
Literatur: Erlesenes aus Jugendstil und Art Déco, Die Sammlung Giorgio Silzer, Ausstellungskatalog Grassi Museum, Museum für Kunsthandwerk 1997
Literatur: Pese, Claus, Jugendstil aus Nürnberg, Kunst, Handwerk, Industriekultur, Stuttgart 2007
Literatur: KERSSENBROCK-KROSIGK, Dedo von: Metallkunst der Moderne. Bröhan-Museum. Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889-1939).

Orivit Köln 1900 Jugendstil Zinn Bilderrahmen # 2470

“Das Angebot der Firma Ferdinand Hubert Schmitz in Paris [Pariser Weltausstellung 1900] ist in der zeitgenössischen Berichterstattung am umfangreichsten dokumentiert. Der Messestand fiel auf und wurde allgemein gewürdigt und abgebildet. Dr. Max Osborn hebt die Gestaltung des Standes mit Möbeln der Kölner Firma Heinrich Pallenberg lobend hervor: “Die Austellung von Ferdinand Hubert Schmitz in Cöln zeichnet sich durch den Geschmack aus, mit dem die kostbaren Erzeugnisse dieser Firma aufgestapelt sind. Die Nische ist ein idealer kleiner Juwelierladen. Ihre Holzarchitektur läßt die Fabrikate, die Schalen und Schüsseln und Vasen, die schönen Arbeiten aus Gold und Email, ganz besonders bestechend hervortreten. Der Spiegel, dessen Holzumrahmung einzelne Glieder über die Glasscheibe entsendet, die sich dann in Tischhöhe zu einem Konsolbrett verdichten, die Wanddekoration mit dem prächtigen Zimmerbrunnen, der Tisch und der gut aufgebaute Silberschrank, das alles erscheint wie Theile eines Wohnraumes und bewirkt, dass die ausgestellten Gegenstände ganz anders zur Geltung kommen als in den, solche Gesichtspunkte meist ausser Acht lassenden, landläufigen Laden-Arrangements.”” (>>…Ein idelaer kleiner Juwelierladen<< Die Kölner Firma Orivit auf der Weltausstellung Paris 1900. von Helene Blum-Spicker. Sonderdruck aus dem Wallraf-Richartz-Jahrbuch, Band LXI, Köln 2000, S. 218-219.)