Erfurt baroque silver beaker with noble coat of arms around 1700

Baroque silver beaker, Maker’s mark: ERK for Egidius Rudolph Kindleb, Erfurt (master since 1685, mentioned until 1708, died 1713), Erfurt approx. 1700-1708, silver 13 Loth partly gold plated

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Erfurt baroque silver beaker with noble coat of arms around 1700

Baroque silver beaker
Maker’s mark: ERK for Egidius Rudolph Kindleb, Erfurt (master since 1685, mentioned until 1708, died 1713)
Erfurt approx. 1700-1708
Marked on the bottom with a double maker’s mark and a tremulation line
Silver 13 Loth (?), Partially gold-plated, very beautiful original fire-gilding on the lip edge and inside
Engraving: Coat of arms on the wall: EAW under the aristocratic crown with the year 1720
Dimensions: height 6 cm, diameter 7.2 cm, weight 83 g.
Condition: very good original condition, a coat of arms with the Erfurt city mark and ERK master’s mark is owned by the Evangelical Church of Thuringia


Erfurter Barock Silberbecher mit Adelswappen um 1700

Barock Silber Becher
Meisterzeichen: ERK für Egidius Rudolph Kindleb, Erfurt (Meister seit 1685, erwähnt 1708, gestorben 1713)
Erfurt ca. 1700-1708
Gemarkt am Boden mit doppelter Meistermarke und Tremulierstrich
Silber 14 Loth, teilvergoldet, sehr schöne originale Feuervergoldung am Lippenrand und innen
Gravur: Wappen auf der Wandung: EAW unter Adelskrone mit Jahreszahl 1720 für: Herzog Ernst August I. von Sachsen-Weimar-Eisenach (Weimar 1688 – 1748 Eisenach) oder Bischof Ernst August II. von Hannover, Herzog von York (Osnabrück 1674 – 1728 ebd.).
Maße: Höhe 6 cm, Durchmesser 7,2 cm, Gewicht 83 g.
Zustand: sehr guter Originalzustand,
Ein Silber Objekt mit Erfurter Stadtmarke und Meistermarke ERK ist im Besitz der Evangelischen Kirche Thüringens.

Das Fehlen der Erfurter Stadtmarke bei Stücken mit einem Gewicht unter 233,8 Gramm (halbes kölnisches Pfund) ist erklärlich.
Die Innungsordnung der Erfurter Goldschmiede von 1445 (sie beinhaltetet Teile von 1410 und dürfte damit eine der frühesten Innungsordnungen
von Goldschmieden in Deutschland sein) besagte,
dass erst Stücke ab einem halben kölnischen Pfund Gewicht zwingend mit der Stadt- und Meistermarke
versehen werden mussten. Tumbler dieser Art wurden auch in Sätzen gefertigt eine entsprechende Nummerierung / Hinweis fehlt jedoch.
Die Innungsordnung der Erfurter Goldschmiede besagte ebenso, dass der Silbergehalt 14 Loth betragen musste. Abweichungen dieses Feingehalts mussten gekennzeichnet werden.

Der Goldschmied Egidius Rudolph Kindleb wurde am 4. Mai 1685 Bürger von Erfurt; die Bürgerwerdung war in der Regel im Jahr der Meisterwerdung, demnach 1685. Da ein Erfurter Goldschmied des 17. Jahrhunderts zumeist 27 Jahre alt war, als er Meister wurde, dürfte Egidius Rudolph Kindleb um 1658 geboren sein. Sein Vater war der Musterungsschreiber Johann Martin Kindleb. Am 14. Oktober 1687 heiratete Egidius Rudolph Kindleb in der Erfurter Barfüßerkirche Magdalena Catharina Förg, nachgelassene Tochter des Erfurter Goldschmiedes Andreas Förg, der in der letzten Pestepidemie um die Jahreswende 1683 / 1684 verstorben war.

Lit: Herbert Kunze, Das Erfurter Kunsthandwerk, Verlag Kurt Stenger, Erfurt 1929

Sammlung Theobald Seitz – Sachsen-Weimar Sachsen-Weimar-Eisenach. Ernst August 1728-1748 Zinnabschlag vom Dukaten 1737 (Av) und 1747(Rv) Eisenach Zwitterprägung. Unter Krone Monogramm mit Ordensband, darüber 17-37 (Quelle: https://www.numisbids.com/n.php?p=lot&sid=3449&lot=4444)


Mariengroschen von 1718, Bischof Ernst August II. von Hannover ( Quelle: https://www.numisbids.com/n.php?p=lot&sid=683&lot=1098)

Mariengroschen von 1718, Bischof Ernst August II. von Hannover ( Quelle: https://www.numisbids.com/n.php?p=lot&sid=683&lot=1098)

Weiterführende Literatur:
Literatur: Reiner Neuhaus und Ekkehard Schmidberger: Kasseler Silber aus Barock, Empire und Gründerzeit
Literatur: Ernst-Ludwig Richter : Altes Silber imitiert kopiert gefälscht
Literatur: Baumstark, Reinhold, Helmut Seling und Lorenz Seelig: Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. Hirmer Verlag, München 1994
Literatur: Manfred Meinz: Schönes altes Silber. Keysers Handbuch für Sammler u. Liebhaber. 2. Auflage. Gütersloh 1987.
Literatur: Karl Hernmarck: Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450-1830, München 1978.
Literatur: Helmut Seling: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529 – 1868. Meister Marken Werke, München 2007.
Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Literatur: Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.
Literatur: Viktor von Reitzner: “Alt Wien”. Lexikon für Österreichische und Süddeutsche Kunst und Kunstgewerbe. Edelmetalle. Wien 1952.
Literatur: Alfred Rohrwasser: Österreichs Punzen. Edelmetall-Punzierung in Österreich von 1524 bis 1987. 2. Auflage. Perchtoldsdorf 1987.

Bayerisches Nationalmuseum, Archiv zur Augsburger Goldschmiedekunst

Erfurter Barock Silberbecher mit Adelswappen um 1700

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