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Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Fürst Esterházy von Galántha Zuckerschale London 1805

Fürst Esterházy von Galántha, seltene Sterlingsilber Zuckerschale, -dose mit dem historischen Wappen der bedeutenden ungarischen Magnatenfamilie, gefertigt 1805 in London.
Esterházy-Tafelsilber aus der Zeit Georgs III. mit zwei seitlichen Henkeln, vergoldetem Inneren und beidseitig graviertem Familienwappen.

€4.200,00
Art.Nr. 0889
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Fürst Esterházy von Galántha, Zuckerschale mit Familienwappen, London 1805, Georg III. Sterling

Fürst Esterházy von Galántha, seltene Sterlingsilber Zuckerschale, -dose mit dem historischen Wappen der bedeutenden ungarischen Magnatenfamilie, gefertigt 1805 in London.

Esterházy-Tafelsilber aus der Zeit Georgs III. mit zwei seitlichen Henkeln, vergoldetem Inneren und beidseitig graviertem Familienwappen.

Esterházy-Silber aus dem frühen 19. Jahrhundert. Die Schale ist ein über 220 Jahre altes Zeugnis europäischer Tafelkultur mit besonderem Bezug zur Geschichte des Königreichs Ungarn.

Beschreibung
Elegante Zuckerdose aus massivem Silber mit zwei seitlichen Henkeln, vergoldetem Inneren und fein graviertem Dekor. Das Stück wurde 1805 in London während der Regierungszeit König Georgs III. (1760–1820) gefertigt.
Besonders bemerkenswert ist das auf Vorder- und Rückseite gravierte Stammwappen der ungarischen Adelsfamilie Esterházy von Galántha.
Es zeigt einen gekrönten Greif mit erhobenem Krummsäbel in der rechten Pranke und einem Zweig mit drei Rosen in der linken Pranke. Der Greif steht auf einer goldenen Krone.

Die Familie Esterházy gehörte über Jahrhunderte zu den bedeutendsten Magnatengeschlechtern des Königreichs Ungarn. Ihre Mitglieder bekleideten hohe politische und militärische Ämter und waren zugleich wichtige Förderer von Kunst, Architektur und Musik.

Zur Entstehungszeit der Zuckerdose stand Fürst Nikolaus II. Esterházy (1765–1833) an der Spitze der fürstlichen Linie. Er war seit 1783 mit Prinzessin Maria Josepha Hermengilde von Liechtenstein verheiratet und galt als bedeutender Kunstsammler und Mäzen.
Seine Residenz in Eisenstadt, damals Kismarton im Königreich Ungarn, war ein kultureller Mittelpunkt des europäischen Hochadels.
Nikolaus II. interessierte sich besonders für englische Gartenkunst und ließ seine Residenz entsprechend umgestalten. Die englische Herkunft der Zuckerdose und das ungarische Familienwappen veranschaulichen die internationalen kulturellen Verbindungen der europäischen Aristokratie zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Objektdaten:
Herkunft: London, England
Datierung: 1805
Epoche: Georg III., Georgian Period
Material: Sterling Silber, innen vergoldet
Dekor: Beidseitig graviertes Stammwappen der Familie Esterházy von Galántha, ornamentale Gravuren
Ausführung: Zwei seitliche Henkel
Silberpunzen: London, Jahresbuchstabe K für 1805
Meistermarke: Verschlagen, möglicherweise H oder K
Maße: 11 × 18 cm
Gewicht: 215 g
Zustand: Guter, altersentsprechender Erhaltungszustand mit leichten Gebrauchsspuren. Die Vergoldung im Inneren ist erhalten.

Historische Bedeutung:
Die Zuckerdose vereint drei Besonderheiten: ihre Herstellung in London im Jahr 1805, die über 220-jährige Geschichte des Objekts und das auf beiden Seiten gravierte Wappen einer der bedeutendsten Adelsfamilien Ungarns.
Zur Entstehungszeit der 1805 in London gefertigten Zuckerdose stand Fürst Nikolaus II. Esterházy (1765–1833) an der Spitze der fürstlichen Linie dieser bedeutenden ungarischen Magnatenfamilie. Als leidenschaftlicher Kunstsammler und Mäzen unterhielt er einen glanzvollen Hof in Kismarton (heute Eisenstadt) und erwarb 1814 das Wiener Palais Kaunitz-Esterházy in Mariahilf, in dem er seine berühmte Gemäldesammlung unterbrachte.

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Weiterführende Literatur

1. Constant von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Band 4, Wien 1858, S. 86–98.
Artikel zur Familie Esterházy von Galántha, insbesondere zur Familiengeschichte und zum historischen Wappen mit Greif, Krummsäbel und drei Rosen.

2. Johann Siebmacher: J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, Band IV, Abteilung 15: Der Adel von Ungarn samt den Nebenländern der St. Stephanskrone, Nürnberg 1893.
Historische Wappendarstellungen der ungarischen Adelsfamilien, darunter Esterházy von Galántha. Vergleichsliteratur zur Identifizierung des beidseitig gravierten Familienwappens.
Digitalisierte Wappenbeschreibungen

3. Jakob Michael Perschy: Die Fürsten Esterházy. Magnaten, Diplomaten & Mäzene. Ausstellungskatalog, Schloss Esterházy, Eisenstadt, 28. April – 31. Oktober 1995. Burgenländische Forschungen, Sonderband 16, Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, 1995. ISBN 3-901517-01-4. Eisenstadt 1995.
Weiterführende Literatur zur Geschichte der Familie Esterházy und ihrer Bedeutung für die Kunst- und Kulturgeschichte der Habsburgermonarchie.

4. Arthur G. Grimwade: London Goldsmiths 1697–1837. Their Marks and Lives from the Original Registers at Goldsmiths’ Hall and Other Sources, London 1976.
Standardwerk zur Identifizierung Londoner Silberschmiede und ihrer Meistermarken. Besonders relevant für die verschlagene Meistermarke der Zuckerdose.

5. Ian Pickford (Hrsg.): Jackson’s Silver & Gold Marks of England, Scotland & Ireland, 3. Auflage, Woodbridge 1989.
Referenzwerk für englische Silberpunzen, Beschauzeichen und Jahresbuchstaben. Vergleichsliteratur zur Datierung der Zuckerdose nach London 1805.

6. Charles Oman: English Domestic Silver, London 1934.
Kunsthistorische Darstellung englischen Gebrauchssilbers und seiner Entwicklung. Vergleichsliteratur zur Formgebung und Funktion englischer Zuckerdosen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts.

7. Vanessa Brett: The Sotheby’s Directory of Silver, 1600–1940, London 1986.
Umfassendes Nachschlagewerk zur europäischen Silberkunst mit besonderer Berücksichtigung englischer Silberarbeiten. Vergleichsliteratur zur georgianischen Epoche.

Fürst Esterházy von Galántha, Zuckerschale mit Familienwappen, London 1805, Georg III. Sterling

Fürst Esterházy von Galántha, seltene Sterlingsilber Zuckerschale, -dose mit dem historischen Wappen der bedeutenden ungarischen Magnatenfamilie, gefertigt 1805 in London.

Esterházy-Tafelsilber aus der Zeit Georgs III. mit zwei seitlichen Henkeln, vergoldetem Inneren und beidseitig graviertem Familienwappen.

Esterházy-Silber aus dem frühen 19. Jahrhundert. Die Schale ist ein über 220 Jahre altes Zeugnis europäischer Tafelkultur mit besonderem Bezug zur Geschichte des Königreichs Ungarn.

Ein reizvolles Sammlerstück für Liebhaber historischen Silbers, ungarischer Geschichte und europäischer Adelskultur.

 

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