Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Jugendstil Glas Lampenschirm Witwe Loetz Muster Phaenomen irisierend

Jugendstil Glas Lampenschirm Phaenomen Dekor Serie, Johan Loetz Witwe, Klostermuehle Oesterreich um 1900

1.750,00
Art.Nr. 4596-1
Denes-Szy Logo 1 Artikel vorhanden

Jugendstil Glas Lampenschirm Witwe Loetz Muster Phaenomen irisierend

Jugendstil Glas Lampenschirm „Phaenomen“ irisierend, Johann Loetz Witwe, Klostermühle um 1899

Seltener Jugendstil-Glaslampenschirm mit irisierendem „Phaenomen“-Dekor aus der berühmten Kunstglasmanufaktur Johann Loetz Witwe, Klostermühle in Böhmen, um 1899. Die metallisch schillernde Oberfläche mit ihren lebendig changierenden Farbreflexen gehört zu den bedeutendsten Entwicklungen der europäischen Jugendstil-Glaskunst um die Jahrhundertwende. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Qualität, seines sehr guten Erhaltungszustandes und der charakteristischen Loetz-Irisierung zählt dieses Objekt zu den gesuchten Sammlerstücken des österreichisch-böhmischen Jugendstils.

Der fein ausgeführte Lampenschirm zeigt das für Loetz berühmte „Phaenomen“-Dekor mit irisierender Oberfläche, deren Farbspiel je nach Lichteinfall zwischen Gold-, Silber-, Blau- und Violetttönen wechselt. Die elegante Form und die außergewöhnliche Lichtwirkung verleihen dem Glas eine fast organische Erscheinung und machen den Schirm zu einem eindrucksvollen Beispiel der Verbindung von Kunst und Funktion im Jugendstil.

Um 1900 erreichte die Glasmanufaktur Johann Loetz Witwe ihren internationalen Höhepunkt. Besonders die innovativen „Phaenomen“-Dekore begründeten den Weltruf der Firma und wurden zu einem der bedeutendsten Beiträge der böhmischen Glaskunst zur internationalen Jugendstilbewegung. Die technisch aufwendigen Irisierungen entstanden durch metallische Oxidschichten auf der Glasoberfläche und erzeugen den charakteristischen schillernden Effekt, der Loetz weltberühmt machte.

Die Glashütte Johann Loetz Witwe in Klostermühle gehörte zu den führenden Kunstglasmanufakturen Europas. Unter der Leitung von Max Ritter von Spaun entwickelte sich das Unternehmen zu einem international ausgezeichneten Hersteller hochwertiger Luxusgläser und erhielt auf bedeutenden Weltausstellungen zahlreiche Ehrungen. Besonders die um 1900 entstandenen irisierenden Jugendstilgläser zählen heute zu den herausragenden Werken der europäischen Glaskunst.

Die „Phaenomen“-Serie gilt als Höhepunkt der Loetz-Produktion und entstand als eigenständige künstlerische Antwort auf die zeitgleich gefeierten Favrile-Gläser von Louis Comfort Tiffany. Mit ihren fließenden Linien, den metallisch schimmernden Oberflächen und den innovativen Dekortechniken prägten diese Gläser das Erscheinungsbild des internationalen Jugendstils nachhaltig.

Entwurf und Ausführung: Johann Loetz Witwe, Klostermühle, Österreich-Böhmen, ca. 1899
Dekor: Phaenomen, irisierend
Material: Kunstglas, irisierend
Höhe: 9,8 cm
Durchmesser oben: 6,8 cm
Durchmesser unten: 8,1 cm
Zustand: Sehr guter Originalzustand. (denes-szy.com)

Sammlung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Deutschland – Sammlung Barlach Heuer, Decor

Loetz Vasen in der Sammlung des Glas Museum Passau

Literatur: Original Abbildung in: Deutsche Kunst und Dekoration, Band 24, 1909, S. 307
Literatur: Das Interieur, Jg. X. Wien, 1909, S. 16;
Literatur: Ricke, Ploil, Lötz, Band 1, Werkmonographie, S. 261, Nr. 319; Ricke, Ploil, Band 2, Katalog der Musterschnitte, S. 189, Prod. Nr. 5520.

Weiterführende Glas-Fachliteratur
Literatur: Yves Delaborde, Le Verre, Art and Design – XIXe – XXIe Siècles
Seite 53. Christian, Désiré
Seite 72. DAUM (verreries de Nancy) (Seite 74. Kürbisvase, Seite 75. Vase mit Wein und Applizierten Schnecken, Seite 76. Pfauenfederlampe)
Seite 86. Décorchemont, Francois 1880-1971
Seite 120. Gallé, Émile (1846-1904)
Seite 210. Meisenthal, Verrerie
Seite 304. Walter, Amalric (1870-1959), Verrier
Le verre à L´Ètranger, Seite 312. Peter Behrens
Seite 316. Lobmeyr, Verrerie
Seite 317. Loetz, Verrerie
Seite 320. Val Saint-Lambert, Verreie
Seite 321. Velde, Henry van de (Belgique, 1863 – Suisse, 1957)
Seite 325. Tiffany, Verreie et éditeur
Seite 326. Zynsky, Toots (*1951), Verrerier

Glas, Vasen von Johann Lötz Witwe in der Sammlung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Deutschland

Stichwörter: Glasfabrik Johann Lötz Witwe, Johann Lötz Witwe, Lötz, Glasfabrik Joh. Loetz Witwe Klostermühle, Johann Lötz Witwe & Lötz Witwe GmbH, Loetz, Josef Hoffmann, Hofstedter, Spaun, Weltausstellung Paris, Tiffany, Otto Prutscher

Gerne kümmern wir uns um Ihre Wünsche, klicken Sie bitte weiter oben rechts auf SIE HABEN FRAGEN? oder ganz oben rechts auf KONTAKT.
Oder besuchen Sie unsere Geschäftsräume während der Öffnungszeiten.

Finden Sie weitere Objekte auf unserer Produktseite!