Satyr, Faune, 18 Messerbaenke Silber 800 Wien, Paris
Satyr Faun Messerbänke Silber 800 Wien Paris um 1900, L. Bouquet Orfèvre
Außergewöhnlich seltene Messerbänkchen mit plastischen Satyr- und Faunendarstellungen. Die schwer ausgeführten Silberobjekte verbinden die hohe Qualität französischer Silberschmiedekunst mit der Eleganz repräsentativer Tafelkultur der Belle Époque um 1900.
Silberne Messerbänke mit Satyr- und Faunenköpfen, Paris und Wien um 1900, gemarkt L. Bouquet Orfèvre Paris sowie mit Wiener Importpunzen für Silber 800.
Dekorative und seltene Tafelaufsätze der gehobenen europäischen Tafelkultur um die Jahrhundertwende. Die figürlichen Messerbänke zählen zu den qualitätvollsten Ausführungen ihrer Gattung und beeindrucken durch ihre außergewöhnlich schwere Ausführung und plastische Gestaltung.
Entwurf / Design: 🔴 XX
Muster / Modell: Satyr- und Faunendarstellung
Ausführung: L. Bouquet Orfèvre, Paris, für den Wiener Markt, um 1900
Objekt: Messerbänke / Messerbänkchen / Porte-Couteaux
Material: Silber 800
Technik: Silberguss, ziseliert, handbearbeitet
Marken: Wiener Importpunzen, Löwenkopf für Silber 800, teilweise Herstellermarke L. Bouquet Orfèvre Paris
Maße: Höhe 4,5 cm, Breite Stäbe 5,8 cm, Gesamtbreite unten 8,8 cm
Gewicht: ca. 72–76 Gramm je Stück
Angebot: 6er Satz oder 12er Satz (Preis: 6er Satz Euro 1.710,- oder 12er Satz Euro 3.420,-)
Epoche: Historismus / Belle Époque / Fin de Siècle
Zustand: Altersgemäß sehr guter Originalzustand, schwere Qualität mit leichten Gebrauchsspuren
Die vorliegenden Messerbänke gehören zu den außergewöhnlichsten Beispielen europäischer Tafelsilberkunst um 1900. Die Querstreben werden von plastisch ausgeführten Satyr- beziehungsweise Faunenköpfen getragen. Mächtige bärtige Gesichter, geschwungene Hörner unter stilisiertem Blattwerk und als Hufe gestaltete Füße verleihen den Objekten eine ungewöhnliche Präsenz und dekorative Wirkung.
Ikonographisch greifen die Figuren auf die antike Mythologie zurück. Satyrn und Faune gehören seit der Renaissance zum festen Repertoire europäischer Kunst und stehen für Natur, Lebensfreude, Genuss und Festlichkeit. Gerade im Bereich repräsentativer Tafelkultur erfreuten sich diese Motive im späten 19. Jahrhundert großer Beliebtheit, da sie auf die antiken Ursprünge des Gastmahls und der Festkultur verwiesen.
Von besonderem Interesse ist die Kombination französischer und österreichischer Punzierungen. Die Messerbänke tragen Wiener Importmarken sowie den Löwenkopf für Silber 800 und wurden somit offiziell für den österreichischen Markt eingeführt. Einzelne Exemplare sind zusätzlich mit der Herstellermarke beziehungsweise Verkäufermarke L. Bouquet Orfèvre, Place de la Trinité, Paris versehen. Diese doppelte Kennzeichnung dokumentiert den internationalen Handel hochwertiger Silberwaren zwischen Paris und Wien während der Belle Époque.
Wer gern kocht und den Tisch stilvoll deckt, kennt die praktischen Vorzüge von Messerbänkchen. Die meisten Ausführungen folgen jedoch schlicht dem Dekor des jeweiligen Bestecks. Die vorliegenden Exemplare gehen weit darüber hinaus. Nicht nur ihre außergewöhnlich schwere und massive Ausführung macht sie bemerkenswert; vor allem die plastischen Faun- und Satyrdarstellungen verleihen ihnen eine skulpturale Qualität, die sie zu eigenständigen Kunstobjekten macht.
Messerbänke dieser Qualität entstanden für das gehobene Bürgertum, den Adel sowie große Stadthäuser der Belle Époque. Sie dienten nicht allein der Sauberkeit des gedeckten Tisches, sondern waren zugleich Ausdruck von Wohlstand, Bildung und kultivierter Gastlichkeit. Heute zählen figürlich gestaltete Silber-Messerbänke zu den gesuchten Spezialgebieten der internationalen Silber- und Tafelsammlungen.
Vergleichbare Objekte befinden sich heute in bedeutenden Sammlungen europäischer Silberkunst, darunter das Musée des Arts Décoratifs Paris, das Musée Carnavalet Paris, das Kunsthistorische Museum Wien, das MAK – Museum für angewandte Kunst Wien, das Victoria and Albert Museum London, das Metropolitan Museum of Art New York, das Art Institute of Chicago sowie das Bröhan-Museum Berlin – Landesmuseum für Jugendstil, Art Déco und Funktionalismus (1889–1939).
Wer gern kocht und gerne den Tisch schön deckt, weiß in der Regel um die Vorzüge von Messerbänkchen.
Leider sind diese oft ein wenig langweilig, folgen sie doch das Muster des Bestecks.
Aber, gelegentlich gibt es auch die ausgefallenen Modelle. Wie in diesem Fall.
Nicht nur, daß sie wie hier, außergewöhnlich schwer und massiv gearbeitet sind, sondern auch die seitlichen Elemente sind besonders, sie sind mit Faun Darstellung verziert.
Mächtige bärtige Köpfe , die Hörner unter Laubendach, die Füße als Hufe dargestellt.
Literatur: Joppien, Dr. Rudiger/ Wellens, Luc, Deutsches Silber nach dem Bauhaus. Die Sammlung Vic Janssens. Ausstellungskatalog des Silbermuseums Sterckshof, Antwerpen 2004
Online Artikel über die Ausstellung: https://kultur-online.net/inhalt/deutsches-silber-nach-dem-bauhaus
Literatur: A Personal Touch: Late 19th and 20th Century Silver from the Seawolf Collection. Museum Boijmans; 1st edition (2003)
Literatur: Bröhan Museum (Hrsg.): Metallkunst der Moderne. Bestandskataloge des Bröhan Museums VI. Berlin 2001
Literatur: Graham Hughes, Modern silver throughout the world 1880-1967.
Literatur: Staedtische Museen Heilbronn, Silber (aus Heilbronn) fuer die Welt (P. Bruckmann und Soehne 1805-1973)
Literatur: Reinhard W. Sänger: Das Deutsche Silber-Besteck: Biedermeier, Historismus, Jugendstil (1805-1918): Firmen, Techniken, Designer und Dekore [Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart (1991)]
Literatur: Barbara Grotkamp-Schepers, Reinhard W. Sänger: Bestecke des Jugendstils: Bestandskatalog des Deutsches Klingenmuseum Solingen [Arnoldsche (2000)]
Literatur: Art et Décoration, Bd.8, Paris 1900.
Literatur: Reinhard W. Sänger: Das Deutsche Silber-Besteck: Biedermeier, Historismus, Jugendstil (1805-1918): Firmen, Techniken, Designer und Dekore [Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart (1991)]
Literatur: Staedtische Museen Heilbronn, Silber (aus Heilbronn) fuer die Welt (P. Bruckmann und Soehne 1805-1973)
Literatur: Barbara Grotkamp-Schepers, Reinhard W. Sänger: Bestecke des Jugendstils: Bestandskatalog des Deutsches Klingenmuseum Solingen [Arnoldsche (2000)] Seite 139 Abb.161
Literatur: Sammlung Broehan, Bestandskataloge; Band IV Metallkunst.
Literatur: Klesse, MAK, Querschnitt durch Sammlungen, Köln 1989,
Literatur: Marquardt, Klaus: Europäisches Essbesteck aus acht Jahrhunderten. Eine kunstsammlung. Arnoldsche 1997
Literatur: Jochen Amme: Historische Bestecke. Formenwandel von der Altsteinzeit bis zur Moderne [Arnoldsche (2003)]
Literatur: THE PARIS SALONS 1895-1914 Volume V, Objects d´art and metalware La Maison Moderne Paris
Literatur: Graham Hughes, Modern silver throughout the world 1880-1967.
Literatur: SILBER AUF REISEN; Ausstellungskatalog 1991-1992 der Hessischen Hausstiftung Museum Schloß Fasanerie in Eichenzell bei Fulda
Faun, Messerbänke Silber Paris 1900
6er oder 12er Satz Messerbänkchen mit Satyr Darstellung, Silber 800., Paris – Wien 1900
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Tres rares porte-couteaux de faun en
Argent Massif, Art Nouveau, Paris , 1880-1900, Le Bouquet Orfèvre
Expressive De Faune porte-couteaux En Argent massiv du XIXe Siècle, tres en bon état.
ENSEMBLE DE 6 – Série de dix porte-couteau – Douze porte-couteaux
Epoque: 20ème siècle
Tres rares Expressive De Faune Porte-couteaux En Argent massiv du XIXe Siècle, tres en bon état.
Tres rares Porte-couteaux de faun en argent massif, Paris , 1880-1900, Le Bouquet Orfèvre
elle est d’époque Napoléon III et est en excellent état













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