Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Service royal bavarois, Nymphenburg, bol en porcelaine | Denes Szy

Bol « Fürstenried », du service royal bavarois, Conception: Dominikus Auliczek 1792/95, Exécution: Manufacture royale de porcelaine de Nymphenburg 20e siècle

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Service royal bavarois, Nymphenburg, bol en porcelaine

Bol « Fürstenried »
du service royal bavarois
Conception: Dominikus Auliczek 1792/95
Exécution: Manufacture royale de porcelaine de Nymphenburg 20e siècle
Dimensions: diamètre 22,8 cm, hauteur 4,7 cm
État: peu utilisé, très bon état


« Der bis heute anhaltende Ruhm Auliczeks beruht aber auf seiner bahnbrechenden Neuerung auf dem Gebiet des Tafelgeschirrs in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts. Zunächst brach er mit den verspielten Rokokoformen und führte den strengen Louis-Seize-Stil ein, wie einige zylindrische kannelierte Terrinen ‘en fasson antique‘ mit Zopfgehängen in der Porzellansammlung im Marstallmuseum von Schloss Nymphenburg zeigen. Dann wandte er sich gänzlich vom bisherigen Rund und Oval der Geschirrform ab und legte, erstmals in Europa, konsequent allen Teilen das Zwölfeck zugrunde. Die Ränder besetzte er mit einem plastischen Perlstab, der dann dem neuen Service den Namen gab. Dieses frühklassizistische Tafelgeschirr wurde im Auftrag des bayerischen Kurfürsten Karl Theodor ca. 1792 bis 1795 entwickelt. Das ganze 19. Jahrhundert hindurch blieb es allein der Verwendung bei Hofe vorbehalten. Erst mit Erlaubnis Prinzregent Luitpolds durfte es in einer Neuausformung auf den Weltausstellungen in Paris (1900) und St. Louis (1904) präsentiert und für den freien Verkauf angeboten werden. ‘Bayerisches Königsservice‘ heißt es, seitdem König Ludwig III. von Bayern anlässlich seiner Goldenen Hochzeit mit Marie Theresie von Österreich-Este 1918 von seinen Kindern ein solches Tafelservice mit Ansichten von bayerischen Burgen, Schlössern, Städten, Landschaften und Jagdplätzen geschenkt bekommen hat, die für den König von persönlichem Interesse waren. » (Altmann, Lothar: Tafelgeschirr des 18. Jahrhunderts. Nymphenburger Porzellan. München 1994, S. 59 ff.)

Literatur: Hakenjos, Bernd und Grolman, Dorothea: Um 1909. Porzellan aus Berlin, Meissen und Nymphenburg, Ausstellungskatalog des Hetjens Museum Düsseldorf, Deutsches Keramikmuseum, Düsseldorf 1999.
Literatur: Alfred Ziffer, Nymphenburger Moderne, Die Porzellan-Manufaktur im 20. Jh.

Weiterführende Literratur:
Literatur: Bestandskatalog Bd. V/2 des Broehan Museums Berlin 1996
Literatur: Johannes Just: Meissener Jugendstil Porzellan. Leipzig 1983

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Bayerisches Königsservice, Nymphenburg, Schüssel