Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Teelöffel Emil Lettré Modell-Nr. 6300

Emil Lettré Silber Tafelbesteck, Modell-Nr. 6300, Silber 800, Art Deco, Entw.: Emil Lettré 1931, TEELÖFFEL

150,00
Art.Nr. 2909
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Teelöffel Emil Lettré Modell-Nr. 6300

Teelöffel aus dem Silberbesteck „Prof. Lettré“, Modell-Nr. 6300, glatte Ausführung,
Entwurf: Entwurf: Emil Lettré, (23.06.1876 – 08.04.1954) Berlin 1931
Ausf.: Bruckmann & Söhne, Heibronn,
Marken: Halbmond, Krone, Adler, Silber 800, Bruckmann,
Länge 14,4 cm – 1 Inch (Zoll) = 2,54 Zentimeter –
Ausgezeichnet auf der 6. Trienale in Mailand 1936 (Goldmedaille).
Lit.: u.a. H. Wichmann „Industrial Design… Die Neue Sammlung München“ (1985), S.159 mit Abb und K.Bröhan „Metallkunst Sammlung Bröhan IV“, Bröhan-Museum Berlin 1990, S.86/87 mit Abb
Zustand: sehr gut

Literatur: Emil Lettré – Andreas Moritz, Museen der Stadt Köln, Ausstellung 1977, Abb.11 Kat. Nr.16 – dort die kleine Ausführung!
Literatur: Lettré Gold-Silber profanes Geschirr Gestern und Heute – mit Abbildungen GRAND PRIX PARIS 1937 -, Berlin,
Als Privatdruck bei Eduard Stichnote, o.J. (1937 ?)
Siehe bitte auch:
Dekorative Kunst, illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst, Bd.: 16. 1908, München, 1908, Seite 91
Dekorative Kunst, illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst, Bd.: 30 = Jg. 25. 1921/22, München, 1922, Seite 33
Literatur: Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Gold und Silber. III. Fachzeitschrift für Goldschmiedekunst, Edelsteine, Uhren, Modeschmuck. Heft Jan./Febr. 1950. Konradin-Verl. Robert Kohlhammer, Stuttgart

Frankfurter Allgemeine:“Das Gold der Goldenen Zwanziger

Emil Lettré [1876 Hanau – Berlin 1952] In der Gold- und Silberschmiedestadt Hanau geboren und aufgewachsen, absolviert Lettré hier auch seine Ausbildung zum Silberschmied. Nach einigen Jahren Wanderschaft beginnt seine Bekanntheit stetig anzusteigen, seit er 1905 mit eigenen Entwürfen zum Kronprinzensilber anlässlich der Hochzeit zwischen Kronprinz Wilhelm mit Cecilie von Mecklenburg-Schwerin beiträgt. Er eröffnet in Berlin Unter den Linden seine Werkstatt und fertigt dort sowohl Juwelen als auch Silbergerät, 1938 wird er mit der dekorativen Gestaltung der Deutschen Botschaft in London betraut. Sein Stil ist geprägt von klassisch-schlichter, klar gegliederter Eleganz.

Literatur: Offizieller Katalog der Dritten Deutschen Kunstgewerbe-Ausstellung, Dresden 1906: [12. Mai – Ende Oktober] — Dresden, 1906
Literatur: Annelies Krekel-Aalbers, Zilver – Silver – Silber, 1880 – 1940. Art Nouveau – Art Déco.

„Emil Lettré (1876-1954) machte sich 1905 in Berlin selbständig, nachdem er an der Königlich Preußischen Zeichenakademie in Hanau und bei Fritz von Miller in München gelernt hatte.

Seine Arbeiten zeigten von Anfang an einen äußerst eigenwilligen Charakter, der bei der Betrachtung der beiden hier abgebildeten Dosen offenbar wird.
Es ist kaum vorstellbar, daß solche Dekore schon 1906 in Dresden (12.Mai-Ende Oktober) zu sehen gewesen sein sollen. Die strengen, kompakten Formen und die stilisierten Tiere scheinen auf eine viel spätere Herstellung zu weisen.
Lettré beschränkte sich bald darauf, nur noch Entwürfe zu liefern, die dann aber alle in seiner Werkstatt ausgeführt wurden. Dies waren immer sehr persönliche, äußerst schlichte Arbeiten.
Die glatten Formen wurden mit einem feingetriebenen, linearen Ornament verziert. Lettré, ein ganz eigenständiger Künstler, war keiner der deutschen oder internationalen Richtungen seiner Zeit zuzuordnen. „
Ergänzende Literatur: Art-Déco-Silber (Deutschland, ca. 1920–1940)
Arnoldsche Art Publishers (Hrsg.): Art Déco 1910–1939. Stuttgart: Arnoldsche, 2003.
(Grundlegende Überblicksdarstellung zu Formensprache, Material und internationalen Tendenzen)
Brandstätter, Christian (Hrsg.): Art Déco und Funktionalismus. Metallarbeiten der Zwischenkriegszeit. Wien: Brandstätter, 2009.
Dormer, Peter (Hrsg.): The New Art: Modern Metalwork and Design 1920–1940. London: Thames & Hudson, 1994.
Halén, Widar / Völker, Angela (Hrsg.): Modernism in Metal. European Silver 1918–1940. Stuttgart: Arnoldsche Art Publishers, 2015.
Bröhan-Museum, Berlin (Hrsg.); von Kerssenbrock-Krosigk, Dedo (Bearb.). Metallkunst der Moderne. Bestandskatalog VI. Leipzig: Seemann, 2001.
H. J. Wilm (Berlin)
Demmrich, Stephan. H. J. Wilm: Deutsche Silbergestaltung im 20. Jahrhundert. Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 1997; publiziert 1998.
Oppermann, Klaus. H. J. Wilm Berlin. Silber und Metallkunst der Moderne. Stuttgart: Arnoldsche Art Publishers, 2001.
Seling, Helmut. Die Berliner Kunstgewerbemetallindustrie 1900–1933. München: C. H. Beck, 1987.
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (Hrsg.). H. J. Wilm – Silber der Neuen Sachlichkeit. Ausstellungskatalog. Hamburg, 1998.
Herbert Zeitner
Katalog Deutsches Silbermuseum Schwäbisch Gmünd (Hrsg.): Herbert Zeitner – Entwurf und Ausführung im deutschen Art Déco. Schwäbisch Gmünd, 2006.
Schneider, Ulrike: Deutsche Silberentwerfer der Zwischenkriegszeit. Berlin: Reimer, 2010.
(mit Abschnitt zu Herbert Zeitner)
Emil Lettré
Krekel-Aalberse, Liesbeth den Besten: Modernism in European Silver Design. Rotterdam: NAi Publishers, 2004. (Einordnung Lettrés im internationalen Kontext)
Bayerisches Nationalmuseum (Hrsg.): Silber der Moderne. Emil Lettré und seine Zeit. München, Ausst.-Kat., 2012.
Seling, Helmut: Die Kunst des Silbers im 20. Jahrhundert. München: Prestel, 1978.
(grundlegend, mit Verweisen auf Lettré)

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