Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Terrine à couvercle classique en argent, Berlin environ 1780 | Denes Szy

Grande soupière ovale argent 13 Lot, Berlin vers 1780, Monogramme royal / princier RW sous le chapeau du prince, pour Wilhelm Fürst von Radziwill

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Terrine à couvercle classique en argent, Berlin environ 1780

Grande soupière ovale argent 13 Lot
Berlin vers 1780
Monogramme royal / princier RW sous le chapeau du prince, pour Wilhelm Fürst von Radziwill
Dimensions: Hauteur poignée 29 cm, largeur: 41 cm, hauteur avec couvercle 41 cm
Poinçon d’orfèvrerie: IS et poinçon STOLTZ avec ligne de tremmulation BERLIN env.1785-1790
Provenance: Château de Châteauneuf-sur-Cher
État: très bon


Klassizistische Deckelterrine, Berlin ca. 1780, Silber

Große ovale Terrine Silber 13 Lot
Berlin ca. 1780
Royales / fürstliches Monogramm RW unter dem Fürstenhut, für Wilhelm Fürst von Radziwill
Maße: Höhe Henkel 29 cm, Breite: 41 cm, Höhe mit Deckel 41 cm
Marken: Berliner Bär mit G, Preußischer Steuerstempel FW, (FW: preußische Steuermarke FW Steuerquittungsstempel, die unter dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm III zwischen 1809 und 1812 verwendet wurde, i.B. für ältere Gegenstände)
Mz.: IS sowie Stempelmarke STOLTZ mit Tremmulierstrich BERLIN ca. 1785-1790
Provenienz: Schloss von Châteauneuf-sur-Cher
Zustand: sehr gut
Literatur: Scheffler: Berliner Goldschmiede, S. 204.

Allgemeine Literatur: Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. Band I-IV, Frankfurt am Main 1922.
Tardy: International hallmarks on silver. Paris 1985.

historischer Exkurs: Radziwills – Eine Liaison zwischen Polen und Preußen

Der Polnische Adlige Anton Heinrich Radziwill (1775 – 1833) kam – wie viele mit ihm zu Beginn der Teilung Polens in der zweiten Hälfte des 18. Jh. – nach Berlin. Der Komponist, der dort Goethes Faust vertonte, heiratete nach zähen Verhandlungen mit dem Preußischen Hof schließlich 1796 die Nichte Friedrich des Großen, Luise von Hohenzollern, was der Familie für mehr als hundert Jahre die Verbindung in die höchsten Kreise der Berliner Gesellschaft verschaffte. Diese Ehe hatte zudem politischen Charakter und war von großer Bedeutung für die Monarchie der Hohenzollern. Indem der preußische König den Vertreter eines für Polen so wichtigen Geschlechts in seine Familie aufnahm, erlangte er indirekt eine Bestätigung der Akzeptanz der Polen für die vorgenommene Teilung. Als auf dem Wiener Kongress die Entscheidung über die Schaffung des von Preußen abhängigen, aber autonomen Großherzogtums Posen fiel, wurde Anton Heinrich Radziwill 1815 der erste Statthalter. Sein Sohn Wilhelm von Radziwill residierte seit Beginn der 1820er Jahre in Posen, wo er sich Schloss Antonin als Wohnsitz von Karl Friedrich Schinkel errichten ließ (1822-24). Der erste historisch erwähnte Vorfahre des Familienstammes bezeugte als Königshofbeamter und Kastellan von Vilnius 1413 die Unterzeichnung der Union zwischem dem Königreich Polen und dem Großherzogtum Litauen.

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Klassizistische Deckelterrine, Berlin ca. 1780, Silber