Zur aktuellen Lage am Silbermarkt „Ich bin seit über 30 Jahren in diesem Geschäft tätig und habe einen derart schnellen Anstieg des Silberpreises bislang nicht erlebt. Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Markt: Verfügbarkeit und Nachbeschaffung werden spürbar schwieriger, insbesondere bei zusammenpassenden Teilen und gutem Erhaltungszustand.

Für Sammler und Nutzer hochwertiger Tafelkultur bedeutet das: Wer noch ergänzen oder Lücken schließen möchte, sollte dies zeitnah prüfen, da spätere Nachkäufe erfahrungsgemäß mit höherem Aufwand und deutlich steigenden Preisen verbunden sind. Gleichzeitig gewinnt in diesem Zusammenhang der alte dänische Begriff „Erbsilber“ neue Aktualität - als Ausdruck für langlebige, werthaltige Bestände, die nicht nur genutzt, sondern über Generationen weitergegeben werden.“

Wunderlich Paul Ellipsoid 1978 Rosenthal Jahresobjekt

Paul WUNDERLICH, Ellipsoid, Objekt, Bronze und Porzellan, Rosenthal AG, Selb Germany, Limitierte Kunstreihe 1978 (150 Exemplare)

2.850,00
Art.Nr. 2673-1
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Wunderlich Paul Ellipsoid 1978 Rosenthal Jahresobjekt

Ellipsoid, Exemplar 71/150
Entwurf: Paul Wunderlich, (1927 Eberswalde – 2010 Saint-Pierre-de-Vassols) Germany, 1978
Ausführung: Rosenthal AG, Selb, Germany
Limitierte Kunstreihen von 1978, Auflage: 150 Exemplare
Höhe: 55 cm
Zustand: sehr gut

Paul Wunderlich – „Ellipsoid“, Rosenthal Jahresobjekt 1978

Der Künstler Paul Wunderlich (1927–2010) zählt zu den bedeutenden Vertretern der deutschen Nachkriegskunst. Als Graphiker, Maler, Zeichner und später auch Bildhauer entwickelte er eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Surrealismus, Symbolismus und figurativer Moderne. Wunderlich studierte ab 1947 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, wo er später selbst eine Professur übernahm. Zu seinem künstlerischen Umfeld gehörten unter anderem Horst Janssen, während er als Drucker auch mit bedeutenden Künstlern wie Emil Nolde und Oskar Kokoschka arbeitete. Neben seiner Tätigkeit in Deutschland lebte und arbeitete er viele Jahre in Paris und Südfrankreich.

Das Werk „Ellipsoid“ (1978) entstand als Rosenthal Jahresobjekt innerhalb der renommierten Limitierten Kunstreihen. Seit den 1960er-Jahren arbeitet Rosenthal mit international bedeutenden Künstlern zusammen und ermöglichte es ihnen, ihre künstlerischen Ideen im Medium Porzellan zu realisieren. Dadurch entstanden eigenständige Kunstobjekte, die die Grenzen zwischen freier Kunst, Skulptur und Design bewusst überschreiten.

Wunderlichs „Ellipsoid“ zeigt die für ihn typische, elegant abstrahierte Formensprache. Die plastische Gestaltung verbindet organische Linien mit einer geheimnisvollen, fast surrealen Anmutung. Die glatte Oberfläche des Porzellans verstärkt die Wirkung der skulpturalen Form und unterstreicht zugleich die sinnliche und symbolische Dimension seines Werks. Damit steht das Objekt exemplarisch für Wunderlichs plastisches Schaffen seit den späten 1960er-Jahren, in dem sich figurative Anklänge, mythologische Motive und eine poetische Fantasie verbinden.

Werkangaben
Paul Wunderlich – Ellipsoid, 1978
Rosenthal Jahresobjekt, Limitierte Kunstreihe
Porzellan, Ausführung: Rosenthal AG, Selb
Auflage: 150 Exemplare, Exemplar 71/150
Höhe: 55 cm
Zustand: sehr gut

Das Objekt gehört zu den bedeutenden Künstlereditionen der Rosenthal-Reihen und veranschaulicht eindrucksvoll die Verbindung von deutscher Nachkriegskunst und moderner Porzellanskulptur, die Rosenthal seit den 1960er-Jahren international bekannt gemacht hat.

Rosenthal – Limitierte Kunstreihe in Porzellan

Seit den frühen 1960er-Jahren steht Rosenthal für eine außergewöhnliche Verbindung von Kunst und Porzellan. Mit der Einführung der Limitierten Kunstreihen begann ein bis dahin einzigartiger Weg: International renommierte Künstler wurden eingeladen, ihre künstlerische Handschrift in das Medium Porzellan zu übertragen. Erste Wandreliefs und Objekte wurden bereits 1964 im Umfeld der 3. documenta 1964 der Öffentlichkeit präsentiert – ein Meilenstein, der Rosenthal als Pionier der Verbindung von zeitgenössischer Kunst und industrieller Porzellanproduktion etablierte.

In den folgenden Jahrzehnten entstand eine beeindruckende Sammlung streng limitierter Jahresobjekte, Reliefs und freier Kunstobjekte, geschaffen von bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten wie Frank Stella, Günther Uecker, Lucio Fontana, Victor Vasarely, Tom Wesselmann, Otto Piene, Eduardo Paolozzi, HAP Grieshaber, Bernhard Heiliger, Tapio Wirkkala, Björn Wiinblad, Timo Sarpaneva oder Salomé (Wolfgang Cihlarz). Ihre Werke übertragen zentrale Strömungen der internationalen Moderne – von Op Art über ZERO bis Pop Art – in ein dauerhaftes, hochwertiges Material.

Diese limitierten Editionen gelten heute als wegweisende Beispiele künstlerischer Porzellankunst. Durch ihre strenge Limitierung, die internationale Künstlerbeteiligung und die hohe gestalterische Qualität haben sich viele dieser Objekte zu gesuchten Sammlerstücken mit stabiler bis deutlich steigender Wertentwicklung entwickelt.

Die Rosenthal Kunstreihen stehen damit bis heute für einen außergewöhnlichen Anspruch: Porzellan nicht nur als Designobjekt, sondern als eigenständiges Medium zeitgenössischer Kunst.

Stichwörter: Studio Keramik, Karl Scheid , Ursula Scheid, Wendelin Stahl, Werner Bünck, Horst Kerstan, Walter Popp, Ashoff, Beate Kuhn, Vera Vehring, Kurt Spurey, Chapallaz Edouard, Bontjes van Beek, Mary Rogers, Hans Coper, Lucie Rie, Kunstkammer Ludger Köster, Mönchengladbach.

Wunderlich Paul Ellipsoid 1978 Rosenthal Jahresobjekt

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